KINGCROWN
Titel: MOONFALL
Label: Rockshots Records
Spieldauer: 43:25 Minuten
VÖ: 04. September 2026
Ich erinnere mich dunkel, im Mai 2019 waren KINGCROWN zu Gast im 7er Club. Dort eröffneten sie, ziemlich beeindruckend, den Abend für THEM. Seitdem versuche ich die sympathische Truppe zumindest ein wenig im Auge zu behalten. So freue ich mich über „Moonfall“, das vierte Album seit 2019. Die Zeit davor, als man noch als Oblivion firmierte, ist da noch gar nicht mitgezählt.
Ihr Sound läuft wunderbar unter dem Label Power Metal. Nun ja, das ist ein weites Feld. Vieles hat wirklich Power, anderes hat doch einen ziemlichen Drang zum Schlager. Was auch Laune machen kann, wenn es etwa mit einem Augenzwinkern versehen ist.
Zur Beruhigung, KINGCROWN sind schon recht eingängig. Aber immer weit weg vom Schlager. Au contraire. Die Nächte an der Steckdose haben sich gelohnt. Die Truppe verströmt reichlich Energie. An der Spitze das Brüderpaar Joe (Gesang) und David Amore (Drums). Ihre Verbindung zum Metal ist nicht nur ein Techtelmechtel, sondern das ist wahre Liebe. Das ist mit jedem Ton zu hören.
Am Anfang steht der recht rasante Titelsong. Der wird aber aufgelockert durch ein paar ruhige Momente. Der Chorus von ´Nothing´ ist schon verdammt cheesy. Macht aber trotzdem Laune, ich fühle mich doch stark an diese Pfälzer Band erinnert, die mit dem Hammer und dem König. Das geht live sicher richtig ab. Ähnliches gilt wohl für ´We Are Kingcrown´. Das ist für einen Wechselgesang von Band und Publikum wie gemacht. Kann man schon kitschig finden, hier ist es aber gelungen.
Wer sich eine recht raue Mischung aus Heavens Gate und Rebellion vorstellen kann, der sollte hier gern mal ein Öhrchen riskieren für ein musikalisches Techtelmechtel oder mehr. Der beste Song steht übrigens am Ende, wenn mit ´Beyond The Stars´ Dio gehuldigt wird.
Mario Wolski vergibt 8,5 von 10 Punkten


