GODSLAVE – GODSLAVE

Godslave - Godslave

GODSLAVE

Titel: GODSLAVE

Label: Metalville

Spieldauer: 45:58 Minuten

VÖ: 11. September 2026

Geschlagene fünf Jahre haben sich die Saarländer Thrasher GODSLAVE mit ihrem selbstbetitelten siebten regulären Album Zeit gelassen – und diese Wartezeit hat sich meiner Meinung nach absolut gelohnt.

Allen Fans und Thrashheads, die vielleicht befürchtet haben, das letztjährige Cover-/Tribute-Album Champions, auf dem die Band persönlichen Einflüssen von Punk über Nu Metal bis hin zu klassischem Heavy/Power Metal frönt, könnte einen Hinweis auf die musikalische Zukunft der Band geben, kann ich getrost Entwarnung geben. GODSLAVE knallen und thrashen (mal wieder) von vorne bis hinten!

Also alles wie gewohnt? Ja! Und doch nicht ganz… Konnte man auf den Vorgängern „Welcome To The Green Zone“, „Reborn again“ und „Positive Aggressive“ oft coole, punk-thrashige Overkill-Vibes neben „typisch teutonischen“ Einflüssen von Kreator und Destruction raushören, kommen mir bei Hören von „Godslave“ eher US-Kultthrasher wie Flotsam & Jetsam und vor allem Heathen in den Sinn.

Das liegt vor allem an den zahlreichen hochmelodischen Leads und Soli, die sich durch das komplette Album ziehen und bei denen die beiden Gitarristen Bernie und Manni ihre bisher beste Leistung abliefern. Unterstützt wird das ganze dann auch von der guten Produktion, die noch einen Zacken wärmer und voluminöser rüberkommt als auf den bisherigen Alben.

Die bisher alle ins Schwarze treffenden Video/Single-Auskopplungen ‚Reset, Rebuild, Reclaim‚, ‚Repaid In Kind‚, das live wohl als gesetzt geltende ‚Part Of The Pack‚ oder das rhythmisch-melodische ‚Square One‘ stehen hier examplarisch für ein durch die Bank starkes, international absolut wettbewerbsfähiges Thrash-Album ohne Schwächen. Vielleicht das bisher beste Thrash-Album aus deutschen Landen dieses Jahr.

Joe Nollek vergibt 8,5 von 10 Punkten