TRIOSPHERE – OCEANS ABOVE, STARS BELOW

TRIOSPHERE

Titel: OCEANS ABOVE, STARS BELOW

Label: FRONTIERS RECORDS

Spieldauer: 49:11 Minuten

VÖ: 28. August 2026

Zwölf Jahre nach ihrem dritten Longplayer “The Heart Of The Matter” (2014) melden sich die norwegischen Heavy Metaller TRIOSPHERE mit ihrem neuen Studioalbum “Oceans Above, Stars Below” zurück. Das Debütalbum “Onwards” datiert aus 2006/2007, während der Nachfolger “The Road Less Travelled” 2010 auf den Markt kam.

Die zehn neuen Tracks des Vierers zwischen Hardrock, Power Prog, traditionellem Heavy und Thrash Metal sind hart, heavy und abwechslungsreich sowie geprägt von starken Melodien und beeindruckender Gitarrenarbeit, welche auch den technischen Aspekt nicht vernachlässigt.

Dreh- und Angelpunkt des Sounds sind aber nach wie vor die Vocals der Bassistin/Sängerin Ida Haukland, deren einzigartige Stimme mit Power, Gefühl, Vielseitigkeit und einem hohen Wiedererkennungswert punktet.

Nach der kurzen instrumentalen Einleitung `Premonition´ geht es mit dem angethrashten Anfangsdoppel aus `Of Tyrants´ und `dem packenden Titelsong dann auch direkt in die Vollen. Präzises, variables Riffing, die markante Stimme, rhythmische Details, verschiedene Tempi und Stimmungen sowie eine gewisse Eingängigkeit machen das Ganze kurzweilig und interessant.

Dabei ist es nicht unbedingt so, dass sich die einzelnen Kompositionen übermäßig voneinander unterscheiden. Viel mehr variieren die einzelnen Stücke in ihrem Verlauf oftmals zwischen schnellen powermetallischen Parts, aggressiveren Sounds, Gitarrensoli und ruhigeren, atmosphärischen Instrumentalpassagen. Selbst in der ansonsten sehr kompakten und eingängigen Single `Shorelines´ ist ein solcher Teil zu finden.

An die recht unspektakuläre handelsübliche Ballade `Encore´ schließt sich das grandiose, wuchtige `Embers´ an, bei dem es wieder ordentlich fetzt und die Frontfrau alles aus ihrer Stimme herausholt, natürlich auch hier wieder inklusive eines wuchtigen Gitarrensolos.

Das längste Stück der Scheibe ist das düster-atmosphärische, facettenreiche `Cadence Of Chaos´, trotz viel Synthie-Einsatz auch der härteste und sperrigste Track der Platte. Mit `Gjenklang´ bildet ein instrumentales, nur von Streicher- und Pianoklängen getragenes Outro den Abschluss eines rundum gelungenen Silberlings.

Die Songs sind musikalisch und technisch über jeden Zweifel erhaben und verfügen über genügend Catchiness, Eigenständigkeit und Abwechslung, um schon beim ersten Durchlauf zu begeistern, aber auch über Arrangements mit genügend Spannung und Progfaktor, um eine gewisse Langzeitwirkung zu entfalten.

Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten