STRIKER – ULTRAPOWER

STRIKER

Titel: ULTRAPOWER

Label: RECORD BREAKING RECORDS

Spieldauer: 41:30 Minuten

VÖ: 02. Februar 2024

Seit 2007 haben die kanadischen Juno Award (das kanadische Pendant zum Grammy) Gewinner STRIKER sechs Studialben vorgelegt und lassen nun die neue Scheibe “Ultrapower” folgen, deren Titel mal sowas von Programm ist.

Den erwähnten Preis gab es für den direkten Vorgänger “Play To Win” (2018). Die neue Platte ist also Amalgam und Ergebnis von fünf Jahren Arbeit, Entdeckungsreise und Grenzüberschreitung. Darüber hinaus stellt sie den neuen Gitarristen John Simon Fallon (The Order Of Chaos) vor und die erste Zusammenarbeit mit Produzent Josh Schroeder (Lorna Shore, Tallah, King 810) dar.

STRIKER verarbeiten und integrieren Einflüsse von AOR bis Speed Metal, von Hardcore bis Glam, traditionellem Metal bis Hardrock und Pop Rock bis Deathcore. Doch am Ende sind die Songs immer dynamisch, energiegeladen und kurzweilig und vor allem unverkennbar STRIKER.

Der wuchtige Opener `Circle of Evil´ beginnt mit Orgelklängen und teuflischem Gelächter, um sich dann in einen eingängigen, melodischen Metal Banger zu verwandeln. Das folgende `BEST of the BEST of the BEST´ überzeugt rifflastig sowie mit Shouts und “hockey arena vocals´.

`Give it All´ bringt mit seinem AOR Style massiv die 80s zurück und ist der perfekte Saxophon Metal Soundtrack zu einem nicht existenten Actionfilm, bevor `Blood Magic´ entspannt mit Western/Country Vibes beginnt und dann hart rockend so richtig Tempo und Fahrt aufnimmt.

`Sucks to Suck´ dagegen ist wieder eine Mitgeh- und gröhlnummer vom Feinsten und beweist den Humor der Band, da der Text des Spaßsongs von (autsch!) Vasektomien handelt. Doch der Fünfer aus Edmonton kann auch Metalhymnen mit starkem Riffing und großen Melodien. `Ready for Anything´ und das grandiose `Thunderdome´ wissen davon ein Lied zu singen, während man `City Calling´ wohl am besten als Arenarock bezeichnen könnte.

`Live to Fight Another Day´ war ein klassischer STRIKER Song, der sich Stück für Stück in den Synthwavetrack verwandelte, der er heute ist. Der Gute-Laune-Track `Brawl at the Pub´, der übrigens Überraschung: von einer Schlägerei in einer Kneipe handelt und gedanklich den Fanhit `The Keg That Crushed New York` von der Debüt-EP “Road Warrior” (2009) fortsetzt, beschließt einen enorm spaßigen Silberling ebenso “shredtacular” wie der Rest der elf Tracks aus den Boxen tönt.

Vor allem ist “Ultrapower” enorm unterhaltsam und abwechslungsreich. Die Spielfreude, Power und Energie der Band überträgt sich unmittelbar auf den Hörer. Der Sound und die Songs sind mitreißend und eigenständig durch ihre Vielfalt und Dynamik.

Und was die Band über das gut geölte und feurige Coverartwork sagt, ist treffend, sagt einiges über Band und Album aus und soll diese Zeilen beschließen: “We wanted the album artwork to represent how we feel as a band right now. We are an engine that is fired up and ready to roll. We’re made of metal and our circuits gleam!”

Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten