LALU
Titel: A MYTHMAKER'S DEMISE
Label: Frontiers
Spieldauer: 46:51 Minuten
VÖ: 31. Juli 2026
2023 stolperte ich erstmals über die Band des Pariser Tastenzauberers Vivien Lalu. „The Fish Who Wanted To Be King“ war für mich damals einziemlich starkes Stück Musik auf der Grenze zwischen Melodic Rock und proggigen Klängen. Auch die Besetzung der Band damals war vom Feinsten. Am Mikro etwa war Thresholds Damian Wilson zu hören.
Die stilistische Ausrichtung ist auf der neuen Scheibe prinzipiell wenig verändert. Hervorragende Musiker prägen „A Mythmaker’s Demise“. Allen voran neben dem Tastenwizard Simon Phillips (Ex-Toto). Und, nach langjähriger Pause, steht am Mikro ein Rückkehrer. Martin LeMar (u.a. Mekong Delta) war schon einmal in früheren Zeiten Teil von LALU.
Ganz klar, die ausgefallene Klangwelt der deutschen Vorzeigeband, wird nicht erreicht. Und soll nicht erreicht werden. LALU bewegen sich eher im Bereich Toto. Das Ganze beginnt mit einem recht verspielten ´Tears Of The Muse´. Trotz einiger recht synthetischer Klänge wird hier Totos Pop-Appeal mit Gefühligkeit der Marke Muse verknüpft. Diese Muse-Wehmut sorgt beim folgenden ´EKO´ für eine gewisse Trägheit. Irgendwie bin ich hier versucht, einfach weiterzuskippen. Daneben steht dann ein irgendwie hektisches ´I Am The One´.
Insgesamt will mich diese Platte nicht so recht packen. Eigentlich ist alles beim Alten, trotzdem fühle ich mich bei weitem nicht so gefesselt wie bei der letzten Begegnung. Dabei gehöre ich ja gefühlt zur Zielgruppe. Das wird bewiesen dadurch, dass das instrumentale ´Mayacama´ als einzelnes Stück wirklich in der regelmäßigen Wiederholung war. Aber eben das ganze Album nicht so recht.
Schade.
Mario Wolski vergibt 7 von 10 Punkten


