DARK SKY – SIGNS OF THE TIME

DARK SKY

Titel: SIGNS OF THE TIME

Label: METALAPOLIS RECORDS/SPV

Spieldauer: 51:45 Minuten

VÖ: 04. August 2023

Anfang der 80er Jahre als Schulband in Rottweil/Deutschland gegründet, entwickelten sich DARK SKY mit ihrem Debütalbum “Believe It“ (1998) und ihrem Zweitwerk “Edge Of Time“ (2002) zu einem erfolgreichen Hardrock/Metal Act mit beachtlichen Festival- und Touraktivitäten.

Es folgten drei weitere Studioalben und die Livescheibe “Once“ (2018). Im gleichen Jahr begann die Band Ideen für das neue Album “Signs Of The Time“ zu sammeln, welches (wir ahnen alle warum) erst jetzt erscheint. Während der Pandemie verließen alle Bandmitglieder außer Mastermind Frank Breuninger die Band und beendeten ihre musikalische Karriere.

Neue Mitstreiter hat dieser in Harold Merkx an den Tasten, Jadro Bastalic (Gitarre), Bassist Francesco Pisana und Steff Grimm am Schlagzeug gefunden, die das musikalische Erbe fortsetzen und frischen Wind in die Band bringen. Die neue Platte wurde erneut von Markus Teske (Symphony X, Vanden Plas) produziert.

Einige der frischen Songs entstanden gemeinsam mit Musikern aus dem Umfeld der deutschen Rocker von Kissin´ Dynamite. `Forgiveness´ basiert auf einer alten Idee von Sänger Hannes Braun und der frühere KD-Schlagzeuger Andi Schnitzer schrieb die Texte für zwei weitere Stücke.

“Signs Of The Time“ ist nach eigener Aussage nicht nur das bisher härteste Album der Band, sondern auch ein Neubeginn und man muss hinzufügen, dass es sich um einen extrem starken und überzeugenden Neustart handelt. DARK SKY verbinden Härte mit Melodie, eigenständigen Ideen und vor allem einem ganzen Haufen grandioser Hooks und Refrains.

Dies zeigt sich bereits nach dem kurzen Intro `Trail To Glory´ mit der für den DEL-Club Schwenninger Wild Wings kreierten Hymne `Heroes On Ice´ und setzt sich mit `Fools´ und dem grandiosen Titelsong mit seiner tickenden Uhr, seinem harten Riff und dem an Orden Ogan erinnernden Chorus nahtlos fort.

Wieder mal wissen die etwas härteren Songs wie das intensive, bereits erwähnte `Forgiveness´, das mit Kindergeschrei beginnt und im nächsten großartigen Chorus und einem schicken Solo gipfelt, das rhythmische `Zombies´ und der Heavy Rocker `In The Heat Of The Night´ am besten zu gefallen.

Doch auch fluffige Ohrwürmer wie das von treibenden Keyboardklängen, dem eingängigen Refrain und einem weiteren Klassesolo bestimmte `You & Me´, das `Wonderland´ voller Synthie- und Solopower und das leichtfüßige `St. Tropez´ sind keinen Deut schlechter und erfreuen weiterhin allesamt die Angestellten der Stiftung Chorustest.

Es folgt der weitere eher melodisch rockende Ohrwurm `We’re Falling´ und die eindrückliche, akustisch-balladeske Mitsingchornummer `It’s Not The End´. Und ein besonderes Schmankerl gibt es noch ganz zum Schluss, wenn die Band aus der Coverversion `Stín Kátedral´, geschrieben von Karel Svoboda und ursprünglich gesungen vom tschechischen Künstler Václav Neckář, ein eindringlich-hymnisches Stück Hardrock mit den tschechischen Original-Lyrics macht.

Saustarke Scheibe und ein fantastisches “Comeback” einer vielversprechenden Band, von der wir hoffentlich noch viel hören und die das neue Material hoffentlich auch bald mal live vorstellen kann.

Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten