DAWN OF EXISTENCE – ANCIENT ARTS

DAWN OF EXISTENCE

Titel: ANCIENT ARTS

Label: EIGENPRODUKTION

Spieldauer: 38:28 Minuten

VÖ: 06. Mai 2023

Aus den USA kommen DAWN OF EXISTENCE, die sich 2017 gründeten. Das Melodic-Death-Metal-Duo besteht aus Votan (Gitarren, Synthesizer) und Astor (Bass, Gesang, Gitarren, Synthesizer). Am 05. Mai 2023 erscheint “Ancient Arts”, dass zur Hälfte aus den Songs der 2019 veröffentlichten Demo “Pale Mythos” besteht. Diese Songs sind ´Marble Garden´, ´Toe Up´, ´Mystic Serpent´, ´Škoda ’14´ und ´Meet Me At The Stakes´. ´Marble Garden´ kam dann am 6. Januar als Singleauskopplung mit Video. Über “Ancient Arts” sagen DAWN OF EXISTENCE das es eine rituelle Erfahrung ist, die “Themen des Okkulten, der Kosmologie, der Geschichte, der Fantasie und des Paranormalen erforscht und dich durch die Nebel des Unbekannten trägt und dir die unheimlichen Sehenswürdigkeiten jenseits des Schleiers zeigt. Das Projekt ist ein Zeugnis der Dualität: ebenso bösartig und gewalttätig wie elegant und melodisch.”, ich bin gespannt, ob “Ancient Arts” dieser Beschreibung gerecht werden kann. 

´Marble Garden´ eröffnet das Album sehr melodisch, die Vocals klingen etwas hell, als ob sie zu viel Hall hätten. Die etwas getragene Gesangsperformance wirkt, nicht zuletzt durch den dunklen Gesang, sehr atmosphärisch. Das ändert sich mit ´Toe Up´ und die Vocals klingen auch gottlob nicht mehr so, als würde man in der Garage singen. ´Satan Spacelord´ bleibt dem bisherigen Sound treu, kommt insgesamt aber wütender rüber, was wohl an den gefauchten Vocals liegt. die neben dunklen Growls auch in ´Mystic Serpent´ zu hören sind. Über ´Škoda ’14´ – das sich in Teilen nach Melodic Black Metal anhört und mit marschierenden Soldaten wie auch Schüssen an den Zusammenstoß zwischen der britischen und der deutschen Armee in der Anfangsphase des Ersten Weltkriegs erinnern soll, gehts zu ´The Hierophant´, ´Tides´ – dass mein Favorit auf dem Album ist – und dem Finale ´Meet Me At The Stakes´. 

DAWN OF EXISTENCE und ihr Debüt  “Ancient Arts” machen bei den ersten Durchgängen einen ordentlichen Eindruck, gefallen mir auch insgesamt recht gut. Sie schaffen auch Atmosphären mit ihren Melodien, die mal hart und druckvoll sind, aber auch etwas sanfter aus den Boxen kommen. Auf Dauerschleife funktioniert die Scheibe bei mir allerdings nicht und verlangt nach einer Hörpause. “Ancient Arts” ein interessantes Werk, das sich einem nicht sofort offenbaren möchte und nichts, dass man mal so nebenher anhören sollte. Ich hätte mir hier ein Lyric-Sheet gewünscht, um auch alles verstehen und vollends in die Songs versinken zu können.

Tobi Stahl vergibt 7 von 10 Punkten