MYSTERY – OUT FOR BLOOD

MYSTERY

Titel: OUT FOR BLOOD

Label: Metalapolis Records

Spieldauer: Minuten

VÖ: 30. Oktober 2026

From a land down under kommen MYSTERY. Die Australier machten sich in der Szene einen Namen als einer der jüngsten Acts, die around the world tourten. Gegründet wurde die Formation 2010 von Gitarrist und Sänger Rocky Ravic, der damit den Stein ins Rollen brachte und seine Band international bekannt machte. Mit ihrem Debütalbum „2013“ und dem Nachfolger „From Dusk Till Dawn“ gingen sie auf Tour und zockten Konzerte und Festivals in Japan, Australien, den USA und Europa. 2021, mitten in der Pandemie, kehrten MYSTERY mit „Live Life Loud“ zurück und begeisterten sowohl langjährige Fans als auch eine neue Generation von Hörern. Es folgte ihr viertes Studioalbum „Mind Pollution“, mit dem MYSTERY weitere Steps in ihrer Entwicklung machten und das mit knackigem, melodischem Hard Rock, treffsicheren Hooks und einprägsamen Refrains überzeugte. Am 30. Oktober veröffentlichen Rocky Ravic (Gesang, Gitarre), Jake Tyler (Bass) und Gavin Hill (Schlagzeug) zusammen mit den Gastmusikern Mikael Sehlin (Gesang, Gitarre), Steve Ravic (Gesang) und Dave Graham (Gitarre) den Dreher „Out for Blood“, der auf dem musikalischen Fundament von „Mind Pollution“ aufbaut, aber fokussierter und selbstbewusster klingen soll. Für „Out for Blood“ konnten sich MYSTERY die Dienste von Mikael Sehlin (Mixing und Mastering) sichern. Mikael hat der Platte damit nicht nur einen kraftvollen und etwas moderneren Soundstempel aufgedrückt, sondern leistet auch einen besonderen Beitrag zur Single ‚My Own Eyes‘, bei der er sowohl am Mikrofon als auch an der Gitarre zu hören ist. Wie MYSTERY und ihr neues Album klingen, checken wir jetzt!

Oh ja, der Titeltrack würde sogar Crocodile Dundee die Hutkrempe verwüsten! ‚Out For Blood‘ eröffnet dieses Hard-Rock-Album so, wie man ein solches eröffnen muss: riffstark, mit eingängigem Refrain, breitbeinigem Solo und einer rauchigen Stimme, die dem Hörer die Lyrics direkt ins Ohr brettert! Munter weiter geballert, geshreddet und ins Mikrofon georgelt wird im Nackenbrecher ‚What Makes You Lie‘, in dem es kurz gesagt um Lügen und unausgesprochene Absichten zwischen Menschen geht – und darum, irgendwann aufzustehen und selbst zu entscheiden, welchen Weg man geht. Weniger Hard-Rock-Wucht ist in ‚Needed From You‘ enthalten, der Melo-Rocker macht jedoch auf seine Art Bock und lässt Raum zum Mitsingen, zum Zurücklehnen und Genießen – oder beides! Bereits während ‚Needed From You‘ hatte ich kleine Flashbacks in die Zeiten, als BON JOVI noch Hard Rock machten. In ‚Change My Hand‘ wiederholt sich das, und ich möchte behaupten, dass MYSTERY hier durchaus an die erfolgreiche Zeit der US-Rocker andocken können – mit ihrer eigenen Song-DNA, versteht sich. Die Luftgitarre wird in meinen Artikeln des Öfteren entstaubt und leidenschaftlich gerockt. Das passiert auch während der Traumjagd im temporeichen ‚Fly Free‘ und bei den beiden Wuchtbrummen ‚You’ll Find A Way‘ und ‚In Your Arms Tonight‘! In ‚Living The Dream‘ gehen die Jungs etwas softrockiger zu Werke, doch bereits in ‚My Own Eyes‘, bei dem Mikael Sehlin singt und zur Gitarre greift, darf wieder mitgerockt und dürfen die Metalhorns in die Luft geschleudert werden – der schwedische Einschlag steht den Australiern sehr gut! Während der Spielzeit des QUIET-RIOT-Covers ‚Metal Health (Bang Your Head)‘ ist selbiges für den Metalhead Pflicht, und der Name ‚The World Needs Guts‘ spricht für sich: ein knackiger Fistbumper, der die verdammt starke Platte abschließt.

Dass Australien herausragende Hard-Rock-Bands hervorbringt, weiß man spätestens seit AC/DC und Airbourne. Doch auch im Underground sind bockstarke Riffmeister unterwegs, die ordentlich Dampf machen. MYSTERY gehören definitiv dazu und hauen mit „Out For Blood“ eine verdammt starke Platte raus, die mit fetten Riffs, eingängigen Refrains, rauchigem Gesang und einer mächtigen Rhythmusfraktion punktet. Dazu kommen BON-JOVI-Vibes aus deren früherer Hard-Rock-Phase und ein schwedischer Einschlag, der den Australiern verdammt gut steht. Ob breitbeiniger Titeltrack, Nackenbrecher, temporeiche Nummern oder der knackige Abschluss mit ‚The World Needs Guts‘ – hier gibt’s ordentlich was auf die Ohren. „Out For Blood“ ist für mich ein echter Geheimtipp und ein absoluter Hörtipp für alle, die auf melodischen Hard Rock mit ordentlich Wucht stehen!

Tobi Stahl vergibt 8 von 10 Punkten