THE CARBURETORS – WE RIDE AT NIGHT

THE CARBURETORS

Titel: WE RIDE AT NIGHT

Label: Fast Forward Records

Spieldauer: 32:29 Minuten

Zu den heißesten Rotz/Rock’n‘Roll Acts des neuesten Jahrtausends zählen ohne Diskussion die Norweger von THE CARBURETORS, deren Sänger Eddie Guz auch beim Dimmu Borgir Ableger Chrome Division das Mikro schwingt. „Fast forward Rock’n’Roll“ ist seit jeher ihr Lebensmotto, der bis in die letzte Pore zelebriert wird. Schweißtriefend und ehrlich, mit dezenter Metal- bzw. Punk Schlagseite, viel Power und natürlich Motörhead Spirit noch und nöcher. Da zieht’s Dir die speckige Motorradlederjacke eigenmächtig aus. „Chuck Berry auf 78 Umdrehungen und durch einen Fluxkompensator gejagt“ wäre sicherlich auch keine schlechte Beschreibung…

In den letzten zehn Jahren ist es jedoch etwas ruhiger geworden um das Powergespann; und auch der Ableger Pain City (mit Ex-Gitarrist Stian Krogh) hat zwischenzeitlich für ordentlich Furore gesorgt. Doch davon lässt sich das Mutterschiff nicht aufhalten und serviert mit „We Ride At Night“ drei Jahre nach der Comeback Scheibe „Drinking From The Skulls Of Our Enemies“ direkt einen Nachschlag. Auf einer gerade mal guten halben Stunde hauen uns die Nordlichter mit simplen wie effizienten Gassenhauern der Sorte ´I Wanna Rock’n’Roll´, ´Who Likes To Boogie´ oder ´Shot At Dawn´ Ohrwürmer vom Fließband vor den Latz, dass die Balken krachen. Die raue, rauchige Stimme von Eddie passt zu den herrlich dreckigen, schnörkellosen Riffs nach wie vor wie Arsch auf Eimer. Der Höhepunkt ihrer Karriere – die „Rock’n’Roll Forever“ Compilation aus dem Jahre 2008 mit einer Hymnenansammlung der Extraklasse – bleibt sicherlich ihr persönliches Magnum Opus. Dennoch, wo THE CARBURETORS draufsteht, wird aus allen Rohren gefeuert. Ohne Umwege, ohne Mätzchen, ohne Kompromisse. Einzig und allein mit ungebremster Hingabe für unverfälschten und ehrlichen Rock’n’Roll. Mehr braucht’s eigentlich auch nicht, um einem den Tag zu versüßen.

Ein paar Tourdates in hiesigen Gefilden wären langsam auch mal wieder schön…

Marius Gindra vergibt 8 von 10 Punkten