IRONFLAME
Titel: WORLDS TO CONQUER
Label: High Roller Records
Spieldauer: 40:49 Minuten
VÖ: 14. August 2026
Am 14. August 2026 kehren IRONFLAME mit ihrem sechsten Studioalbum “Worlds To Conquer” zurück – erneut über das deutsche Label High Roller Records. Auch auf dem Nachfolger von “Kingdom Torn Asunder” bleibt Multiinstrumentalist Andrew Della Cagna seinem bewährten Konzept treu. Er schreibt sämtliche Musik und Texte selbst, übernimmt den Gesang und spielt den Großteil der Instrumente höchstpersönlich ein. Gegründet wurde IRONFLAME im Jahr 2016, ehe bereits ein Jahr später mit “Lightning Strikes The Crown” das Debüt erschien. Es folgten “Tales Of Splendor And Sorrow” (2018), “Blood Red Victory” (2020), das High-Roller-Debüt “Where Madness Dwells” (2022) sowie zuletzt “Kingdom Torn Asunder” (2024), mit dem der US-Musiker seinen Ruf als verlässlicher Lieferant klassischen US Heavy Metals endgültig in Stein meißelte.
Auch wenn der US-Amerikaner im Studio weiterhin nahezu alles allein stemmt, ist IRONFLAME längst mehr als ein Ein-Mann-Projekt. Zum aktuellen Line-up gehören neben Andrew Della Cagna am Mikrofon die beiden Gitarristen Jesse Scott und Quinn Lukas, die erneut ihre Gitarrensoli zum Album beisteuerten. Komplettiert wird die Besetzung von James Babcock am Bass sowie Noah Skiba am Schlagzeug, die IRONFLAME auch live den nötigen Drive und die Durchschlagskraft verleihen. Produziert wurde “Worlds To Conquer” in der eigenen Stahlschmiede des US-Musikers in Ohio. Die Instrumente nahm er bereits 2023 auf, die Texte entstanden 2024, ehe 2025 die Gitarrensoli eingespielt wurden. Erstmals übernahm das Schweizer Messer in Sachen Musik auch den Mix und das Mastering seiner Stahlhymnen. Über “Worlds To Conquer” sagt Andrew: “Wie alle IRONFLAME-Alben wurde auch dieses in meinem bescheidenen Heimstudio aufgenommen. Den Titel fand ich erst, als ich das Coverartwork gesehen hatte – plötzlich war klar, dass ‘Worlds To Conquer’ der perfekte Name für dieses Album ist.” Ziehen wir uns also die Schwermetall-Druckplatte rein und testen, wie widerstandsfähig unsere Nacken sind! CD-Käufer bekommen mit ‘Death’s Immortal Flame’ übrigens noch einen Bonustrack spendiert, der auf der Vinyl-Ausgabe fehlt.
Klasse Pianoklänge eröffnen ‘Night Closes In’, der getragene Gesang setzt ein und hört sich richtig stark an. Als dann Gitarren und Schlagzeug Fahrt aufnehmen, entwickelt sich der Song zu einer knackig-treibenden Nummer, bei der man unweigerlich die Fäuste in die Luft werfen möchte. Auch ‘Legion Of Fire’ schlägt in die Kerbe des Openers, während ‘Dynasties Fall’ mit beiden Füßen aufstampft und die Wucht entfaltet, mit der IRONFLAME seine Fans und mich immer wieder mitnimmt und begeistert – so geil! ‘Where Cauldrons Burn’ bringt neben den ohnehin starken Arrangements auch großartige instrumentale Passagen mit, episch und ein bisschen “hammerfallig” ist ‘Shadow Slave’ geraten. Nach ‘Crimson Shores’ machen wir einen Ausflug in nordische Gefilde, denn ‘Valhalla Is Calling’ weckt sofort Assoziationen an Wikinger und Met-Hörner, ehe der Titeltrack ‘Worlds To Conquer’ zum offiziellen Abschluss noch einmal kraftvoll nach vorne marschiert. CD-Käufer dürfen sich anschließend über den Bonustrack ‘Death’s Immortal Flame’ freuen – mehr wird allerdings nicht verraten. Dafür braucht es schon die CD, die sich für Heavy-Metal-Fans zu 100 Prozent lohnt.
Ich kann mich auch dieses Mal weitgehend Andrew Della Cagna anschließen. “Worlds To Conquer” ist ein typisches IRONFLAME-Album geworden, auf dem Fans genau das bekommen, was sie von der Band erwarten: klassischer US Heavy Metal, starke Melodien, epische Momente und jede Menge Herzblut. Im Vergleich zu “Kingdom Torn Asunder” wirkt die neue Platte auf mich noch eine Spur druckvoller und zielstrebiger, ohne dabei die Tugenden aus den Augen zu verlieren, für die IRONFLAME seit Jahren stehen. Stellenweise kommen die Songs sogar erstaunlich nah an die großen Momente von HAMMERFALL heran – und das will im Power- und Heavy-Metal-Kosmos durchaus etwas heißen. Live dürfte das neue Material ordentlich zünden und den ein oder anderen Nacken in Bewegung bringen. Wer regelmäßig beim Iron Fest oder ähnlichen Veranstaltungen vor der Bühne steht, dem Headbangen frönt und klassischen Heavy Metal liebt, sollte sich in Andrew Della Cagnas Stahlschmiede begeben – dort wartet mit “Worlds To Conquer” feinster Schwermetall aus dem Schmelztiegel Ohios.
Tobi Stahl vergibt 8 von 10 Punkten


