FRONTLINE – REBIRTH

FRONTLINE

Titel: REBIRTH

Label: FRONTIERS RECORDS

Spieldauer: 45:34 Minuten

VÖ: 15. Mai 2026

Gegründet 1989 in Nürnberg blicken die deutschen Melodic Rock Pioniere FRONTLINE auf über dreieinhalb Dekaden Bandgeschichte und kehren nach über 20 Jahren mit einem kraftvollen, emotionalen musikalischen Statement, nämlich ihrer neuen Studioscheibe “Rebirth”, zurück.

Der Sound des Fünfers huldigt mit unverwechselbaren Vocals, melodischer Gitarrenarbeit, gutem Songwriting und einer transparenten Produktion der goldenen Ära des Hardrocks/AOR der späten 80er und frühen 90er Jahre.

Der Tod von Gitarrist und Songwriter Robby Böbel im Jahr 2022 war ein harter Einschnitt für die Band, so dass der Albumtitel Programm ist und die Platte angeführt von Originalsänger Stephan Kämmerer und dem neuen Gitarristen und Produzenten Christian Mühlroth, welcher der Gruppe frische Energie zugeführt hat, zugleich Tribut an ihr Vermächtnis als auch ein Aufbruch in eine hoffentlich neue Ära und unentdeckte kreative Territorien darstellt.

Mit prägenden Melodien, Hooks und einem albumorientierten Ansatz gibt es ganze vierzehn neue Tracks auf diesem homogenen, unterhaltsamen Silberling, von denen allerdings wenige schon beim ersten Durchlauf haften bleiben. Vielleicht ist diese Form der Nachhaltigkeit aber auch ein Pluspunkt für die Zukunft und das Entwicklungspotential der Scheibe.

Jedenfalls sind dort die Vorabsingles `Two Tickets To The Afterglow´ und `Burning Horizon´ sowie die beiden AOR Ohrwürmer `Boulevard Echo´ und ` Heart On The Dashboard´ zu nennen. Mit `After You’re Gone´, `Burning Shadows´ und `One Life One Love´ kommen auch die Balladenfreunde auf ihre Kosten.

FRONTLINE öffnen mit “Rebirth” ein neues Kapitel mit einem melodischen, eingängigen und emotionalen Album wie aus einem Guss, zeitlos und doch zeitgemäß, mit klarer Struktur und Identität. Die Balance zwischen klassischem AOR, Intensität, Emotion und Moderne gelingt dem Comeback in den allermeisten Momenten. Der ein oder andere weitere “Hit” hätte den insgesamt positiven Gesamteindruck allerdings nochmals verbessert.

Michael Gaspar vergibt 7,5 von 10 Punkten