CONFESS – METALMORPHOSIS

CONFESS

Titel: METALMORPHOSIS

Label: FRONTIERS RECORDS

Spieldauer: 43:31 Minuten

VÖ: 15. Mai 2026

Die schwedischen Rocker CONFESS stellen ihr viertes Studiowerk “Metalmorphosis” vor, das von Erik Mårtensson (Eclipse) gemixt und gemastert wurde.

In der Besetzung mit Frontmann John Elliot, der seit 2024 auch bei den legendären Crashdiet hinter dem Mikro steht, Drummer Samuel Samael, dem Gitarrendoppel aus Ludwig Nordlander und Asser Hakala sowie Bassist Lucky steht der Fünfer für Sleaze Metal mit Melodie, Energie und Dynamik.

Die neue Scheibe beinhaltet zehn packende Tracks, denen aber teilweise ein wenig die räudig-dreckige, rohe, sleaze-typische Attitüde früherer Tage abgeht, und die andererseits auch nicht gerade mit großen Melodien und arena-tauglichen Refrains nur so um sich werfen.

Dennoch sind insbesondere Songs wie der Opener `Colorvision´, der hymnische Stampfer `Pursuit Of The Jenny Haniver´, das flotte `Running To My Death´ und das grandiose `Plague Of Steel´ viel zu gut, um hier ein schlechtes Album herbeizudichten.

Doch CONFESS sind immer dann am besten, wenn etwas punkige Einfachheit, gesunde Härte und die knarzig-dreckigen Vocals des Fronters in der Wagschale liegen. Und wie gesagt: es gibt überzeugende Tracks wie auch das rifflastige `The Warrior´ mit seinen Shouts und einem packenden Mundharmonikagitarrensolo, das balladeske `Beat Of My Heart´ oder die überraschende, epische, finale Pagan Sleaze Nummer `Silvermalen´ mit ihren Wikingerchören, während vor allem `Wicked Temptations´ sowie der Titelsong doch arg in hochglanzpolierte AOR Gefilge abdriften.

Hörer, die von “Metalmorphosis” puren Sleaze Rock erwarten, werden vermutliche genauso enttäuscht sein, wie solche, die auf glänzenden Melodic Rock hoffen. Alle anderen erhalten eine kurzweilige, abwechslungsreiche und mitreißende Scheibe, deren große Stärken ihre Ausgeglichenheit und gleichzeitige Vielseitigkeit sind.

Michael Gaspar vergibt 7,5 von 10 Punkten