INTHRACED – CONSTALLATION ZERO

INTHRACED

Titel: CONSTALLATION ZERO

Label: INVERSE RECORDS

Spieldauer: 42:14 Minuten

VÖ: 15. Mai 2026

Die finnische Symphonic Melodic Death Metal Band INTHRACED legt ihr Debütalbum “Constellation Zero” vor. Die Band wurde 2011 gegründet und verbindet melodische Passagen mit metallischer Intensität und einer düsteren Sci-Fi Atmosphäre zu kraftvollen Klanglandschaften.

Nach mehreren Wechseln im Lineup fand die Gruppe 2022 zu neuer Stärke und Kreativität zurück. Gitarrist Mirko Byman und Bassist Eetu Kovapohja sorgten für Frische Energie und künstlerischen Schwung, der nun in der Veröffentlichung des Longplay-Erstlings gipfelt. Komplettiert wird das Quartett von Sänger und Gitarrist Tommi Takkunen sowie Schlagzeuger Antti Ikonen.

Sieben Songs in gut vierzig Minuten haut uns der Vierer vor den Latz. Rasende Blastbeats und aggressive Vocals treffen auf melodische Leads und symphonische Keyboardteppiche. Auf der Basis des skandinavischen Melodic Death entstehen harte Tracks, ergänzt um futuristische Synthies und beinahe cineastische Parts.

Manchmal geraten Stücke wie der Opener `The Revenant´ und `The Black Star´ aufgrund des hohen Tempos und der kratzigen Growls ein wenig gleichartig, wogegen mit verschiedenen Elementen angearbeitet wird. So wartet `Neon Frontiers´ mit einem cleanen Hammerchorus auf, während andere Kompositionen ein akustisches Intro oder eine orchestrale Einleitung erhalten.

`Darkest Chest´ überrascht mit perfektem Zusammenspiel mit den symphonischen Einflüssen und einer Art orchestralem Breakdown sowie einem packenden Gitarrensolo. Der Titelsong bietet fast neun dramatisch-epische Minuten zwischen Geschwindigkeit, Härte und zarten Pianoklängen.

Einem Track wie `The Way Of The Voice´ fehlt eigentlich nur ein starker Chorus zu noch mehr Wiedererkennungswert und das abschließende, ebenfalls über achtminütige Finale `Lost Divinity´ glänzt mit langen Instrumentalpassagen, hymnischen Chören und viel Abwechslung.

Melodic-Symphonic Death-Metal mit futurischer Atmosphäre und finsterer Science-Fiction-Ästhetik, der Härte und Aggression, melodische Wucht und emotionalen Tiefgang sowie musikalische Ambition mit kosmischer Dunkelheit verbindet.

Fazit: talentierte Band, spannender Stilmix, fetter Sound, starke Songs, vielversprechendes Debüt!

Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten