NOOSED – MISERY

NOOSED

Titel: MISERY

Label: EIGENVERÖFFENTLICHUNG / ROAD TO MASOCHIST RECORDS

Spieldauer: 13:48 Minuten

VÖ: 15. Mai 2026

Seit 2017 aktiv, lerne ich die Iren NOOSED mit ihrer EP „Misery“ zum ersten Mal kennen. Trotz mehrerer Demos als auch Single- und EP-Veröffentlichungen war mir die Band um Kopf Rodger Boyle nicht bekannt. Der Meister himself bedient im Übrigen auch alle Instrumente nebst Drumcomputer und Samples. Denn gerade die maschinelle Kälte ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtsounds der Iren. Daher ist die Einwertung als Crust/Sludge Band meiner Auffassung zumindest um den Anteil Industrial zu erweitern.

„Misery“ startet gleich ordentlich durch und verteilt mit dem Motto I hate this fucking country gleich eine Klatsche und bezeugt damit den zu erwartenden Grad der Angepisstheit. Ein Titel wie ‚Fuck the Church’ untermauert den Ansatz. Kurzweil ist das Dogma der kurzen Eruptionen von NOOSED. Auch wenn die EP nicht unbedingt essenziell erscheint ist dieser 14-minütige Wutklumpen gut verdaulich. Der Bass röhrt unaufhörlich, das Drumming klingt kühl ist aber überraschend abwechslungsreich. Insofern kann man die Sache gerne mal anhören und sich kurz mitreißen lassen. Gesunde, obere Mittelklasse.

Ingo Holzhäuser vergibt 7 von 10 Punkten