SAVAGE MASTER/MYSTIC STORM
Titel: THE POWER/WANDERING TIME
Label: Shadow Kingdom
Spieldauer: 26:24 Minuten
VÖ: 01. Mai 2026
Schon Doro sang 1987 bei den guten alten Warlock: „when east meets west, there’s gonna be one hell of a mess“. Im Falle dieser Split Veröffentlichung wurde die Probe aufs Exempel statuiert; und es ist in der heutigen Zeit mehr als nur ein Statement. Es zeigt, dass sich „unser Underground“ nicht von politischen Krisen und Abgrenzung kopfkranker Machthaber unterkriegen lässt.
SAVAGE MASTER aus Kentucky/USA sind in der Szene mittlerweile eine feste Größe und haben erst Anfang 2025 mit „Dark & Dangerous“ ein absolutes Hammerteil auf die Menschheit losgelassen. Hier geben sie drei Songs zum Besten, die bisher unter Verschluss geblieben sind. `One Step Closer To Love` prescht im klassischen SAVAGE MASTER Uptempo nach vorn und überrascht mit Synthesizer Einlagen im Hintergrund. `The Last Kiss` und der namensgebende Track `The Power` mit seiner liebenswürdigen Adaption von Accepts „Monsterman“ schippern in ähnlichen Gewässern und bieten soliden, aber nicht gänzlich herausragenden Stoff der kultigen Kopfmaskenträger.
Weniger bekannt hingegen dürften die russischen MYSTIC STORM aus Sankt Petersburg sein, die sich erst im Jahre 2019 gründeten und ebenfalls mit einer bezaubernden Sängerin auftrumpfen. Die Vocals erinnern ein wenig an die kultigen Sacrilege aus UK, das Songwriting pendelt zwischen klassischem Heavy Metal mit starker Mercyful Fate/King Diamond Kante und Thrash der alten Schule hin und her; manchmal fehlt noch ein wenig Originalität und der rote Faden bei den drei Tracks, die allesamt zwischen fünf und sechseinhalb Minuten lang sind. Erwähnenswert ist hier dennoch die Tatsache, dass MYSTIC STORM überwiegend in ihrer Muttersprache Russisch singen. Sollten die Ostblock Metal Liebhaber künftig mal im Auge behalten…
„The Power“/“Wandering Time“ wird vielleicht nur eine kleine Zielgruppe ansprechen; die Message dahinter ist jedoch eine viel Größere in Zeiten von Putin und Trump. „The Power“/“Wandering Time“ erscheint physisch lediglich auf Vinyl in zwei verschiedenen Farben und digital via Bandcamp. Support the Underground…
Marius Gindra vergibt keine Bewertung


