MOONLIGHT HAZE
Titel: INTERSTELLAR MADNESS (EP)
Label: SCARLET RECORDS
Spieldauer: 21:47 Minuten
VÖ: 22. Mai 2026
Mit ihrer neuen “Interstellar Madness” EP veröffentlichen die italienischen Symphonic Power Metaller um die begnadete Sängerin Chiara Tricarico ihren fünften Studiorelease, der auf vier Longplayer seit der Bandgründung im Jahr 2018, darunter der starke aktuelle “Beyond“ (2025) Dreher, folgt.
Produziert wurden die sechs neuen Tracks von Sascha Paeth (Avantasia, Angra, Kamelot, Edguy). Mix und Mastering hat Simone Mularoni in den Domination Studios (Wind Rose, Vision Divine, Twilight Force) erledigt.
Die gut zwanzig Minuten beweisen mit epischen Instrumentalparts, eingängigen Melodien, kühnen Arrangements und den kraftvollen Vocals erneut das Talent und Potential des norditalienischen Fünfers.
Der Opener `Moonlight Legion´, das folgende `Lost In Moonlit Symphonies´ sowie das fluffig-flotte `Shine´ sind schnelle, überdurchschnittliche Songs mit symphonischer Wucht, doppelter Gitarrenpower und eingängigen Elementen.
Dennoch ragen die übrigen Stücke demgegenüber noch ein wenig heraus. Das hymnische `We Are Fire´ erinnert mit seinen Chören an die Power und Selbstverständlichkeit von Eleine (wenn auch ohne Growls) und das besondere Highlight ist der Titelsong des Kurzplayers.
Der facettenreiche Sechseinhalbminüter wartet mit symphonischem Bombast, einem detail- und abwechslungsreichem Songwriting, theatralischen Momenten, packender Atmosphäre, variablen Vocals inklusive einem kurzen harschen Vokalpart der Frontfrau sowie in Teilen italienischen Lyrics auf und klingt im Folgenden wie auch die gesamte Scheibe mit dem knapp dreiminütigen ruhigen Instrumental `Interstellar Madness Finale´ aus.
“Interstellar Madness” macht Appetit auf mehr, nämlich das kommende Album des Quintetts, von dem man anscheinend so einiges erwarten darf. Ein kompletter Silberling in der Qualität der genannten Highlights wäre für viele Symphonic Metal Fans jedenfalls eine klare Kaufempfehlung.
Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten


