THE ORDER – EMPIRES

THE ORDER

Titel: EMPIRES

Label: Massacre Records

Spieldauer: 45:47 Minuten

VÖ: 27. März 2026

Aus dem Land, über dem die Zugspitze thront, kommt die Hardrock-/Heavy-Metal-Band THE ORDER und bringt uns ihre neue Langrille “Empires”, die am 27. März 2026 über Massacre Records als Digipak-CD, schwarze Vinyl-LP und in digitalen Formaten erscheinen wird. THE ORDER sind Gianni Pontillo am Gesang, Bruno Spring an der Gitarre, Alain Schwaller am Bass und Mauro “Tschibu” Casciero am Schlagzeug. Die Schweizer sind seit fast 20 Jahren “on the Road”, veröffentlichten inklusive ihres Debütalbums “Son Of Armageddon” sechs Studioalben und eine EP. An jenes Debüt, das 2006 erschien, wollen sie anknüpfen – jedoch fokussierter und dynamischer zu Werke gehen. In den Little Creek Studios in der Schweiz produzierten sie ihr Album, das wir unter die Lupe nehmen.

Bereits im Titeltrack und Opener ‘Empires’ gehen THE ORDER deftig zur Sache, hauen starke Beats raus, und die Stimme von Sänger Gianni Pontillo geht maximal unter die Haut. Ähnlich gehen die Jungs in ‘Fight For Your Rights’ zu Werke, legen aber mehr Dampf, Groove und den gewissen “Fist-Bump”-Faktor in die Waagschale, den auch das kämpferische ‘Warriors’ in seiner DNA hat. Einen Gang zurück schalten THE ORDER in ‘Thieves In The Night’, bleiben aber druckvoll, machen mit satten Gitarrensounds und treibenden Vocals richtig Spaß, laden mit einem coolen Klampfensolo zum Abrocken ein – sehr geil, welchen Funfaktor die ersten Songs haben. Nachtmenschen bekommen mit ‘Living For The Nightlife’ eine weitere Hymne, die mehr Bock macht als viele Tracks, die dieses Jahr auf meinem Schreibtisch landeten, und wenn man Sänger Gianni so zuhört, ist es nicht verwunderlich, dass NAZARETH ihn als Fronter haben möchte – an dieser Stelle müssen THE-ORDER-Fans aber nicht bangen, denn er bleibt der Truppe erhalten und singt bei der Kultband NAZARETH. Ein bisschen schmusiger werden unsere Rocker aus der Schweiz mit ‘Wherever I Go’, einer tollen Rockballade, die das Eis der Zugspitze zum Schmelzen bringen könnte – aber das wollen wir ja nicht, deswegen schmusen wir hier unten zum schönen Song. ‘The Last Call’ kehrt zurück zum Hard ’n’ Heavy nach Art des Hauses, genauso geht es auch in ‘Of Martyrs And Tyrants’ zur Sache – wenn auch mit einer Ecke mehr Groove-Rock. Mit instrumentalem Wellengang im wahrsten Sinne eröffnet der zehnminütige Wellenbrecher ‘The Bonehead’s Back – Promises And Illusions’; die Vocals setzen erst nach ca. 200 Sekunden ein. In dieser Zeit wird die starke Leistung der Instrumentalisten immer fordernder, und schließlich bricht die Welle, und wir surfen ein letztes Mal über die groovigen Wellen, welche THE ORDER mit “Empires” entfachen.

 THE ORDER liefern mit “Empires” ein durchweg eingängiges Hard-’n’-Heavy-Brett ab, das von starken Gitarren, druckvollen Grooves und den permanent zündenden Hooks lebt. Gianni Pontillos Gesang trägt die Songs mit viel Gefühl und Power, während die Klampfen immer wieder mit satten Riffs und soliden Soli glänzen. Die Mischung aus hymnischen Midtempo-Stampfern, schmusiger Ballade und epischem Longtrack sorgt für Abwechslung, ohne den roten Faden zu verlieren. Wer auf melodischen Hard Rock und klassischen Heavy mit modernen Vibes steht, bekommt hier ein sehr starkes, rundes Album, das sofort ins Ohr geht und dort auch bleibt – Anspieltipps und Favsongs: ‘Warriors’, ‘Fight For Your Rights’, ‘Wherever I Go’.

Tobi Stahl vergibt 8 von 10 Punkten