LEAVES EYES
Titel: SONG OF DARKNESS (EP)
Label: REIGNING PHOENIX MUSIC
Spieldauer: 16:32 Minuten
VÖ: 06. März 2026
Knapp zwei Jahre sind seit der Veröffentlichung des grandiosen aktuellen Longplayers „Myths Of Fate“ der deutschen Metaller LEAVES´ EYES ins Land gezogen. Seit mehr als zwei Dekaden vereint die Band die Welten des Symphonic und Viking Metal auf meisterhafte und kurzweilige Art und Weise.
Nun stellt die Band um Mastermind, Bandgründer, Sänger und Produzent Alexander Krull seine neue, vier Tracks starke, EP “Song Of Darkness“ vor. Die finnische Sopranistin Elina Siirala und ihre Mannen vereinen erneut Atmosphäre, Orchestrierungen und metallische Intensität mit an Perfektion grenzender Virtuosität, Spielfreude und Leichtigkeit.
Mit den beiden Gitarristen Luc Gebhardt und Florian Ewert, Bassist Dominik Prykiel sowie Schlagzeuger Nils Kreul verbinden auch die neuen Songs packendes Songwriting mit Geschichten rund um nordische Mythen und Respekt vor dem kulturellen Erbe.
Die Band hat nicht nur ihren markanten Mix aus orchestraler Wucht und metallischer Härte und Präzision einmal mehr erweitert und verfeinert. LEAVES’ EYES finden auch wie kaum eine andere Band eine beeindruckende Balance zwischen Siiralas gefühlvollem, glockenhellem Gesang und Krulls düsterem Growling.
Sie bringen den Bombast des Symphonic Metal mit menschlichen Emotionen ins Gleichgewicht und verwischen musikalisch die Grenzen zwischen Mythos und Erinnerung. Einerseits hätten die neuen Nummern, allen voran der grandiose Titelsong und das vielschichtige `Until The Last Day´ problemlos ihren Platz auf der aktuellen Scheibe gefunden, andererseits sind sie für meinen Geschmack doch ein wenig kompakter, griffiger und einen Tick weniger bombastisch, aber nicht weniger mitreißend ausgefallen.
Weiterhin spielt die Band gekonnt mit Kontrasten aus gewaltigen Chören und Orchestrierungen sowie mächtigen Riffs, folkigen Melodien (`Hall Of The Brave´), Pomp und scharfen Growls im energiegeladenen Spannungsfeld von Brutalität und Schönheit.
“Song Of Darkness“ ist ein vielversprechender Vorbote des kommenden Albums sowie ein unterhaltsamer, ausgewogener und fesselnder Kurzplayer und bestätigt einmal mehr die Klasse dieser talentierten und routinierten Band, sowohl ein Spiegelbild des musikalischen Status Quo, als auch ein Vorgeschmack auf all das, was uns noch erwartet.
Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten


