VREID – THE SKIES TURN BLACK

VREID

Titel: THE SKIES TURN BLACK

Label: INDIE RECORDINGS

Spieldauer: 51:43 Minuten

VÖ: 06. März 2026

Fünf Jahre nach ihrem letzten Output „Wild North West“ kehren die norwegischen Metaller VREID mit ihrer neuen Scheibe “The Skies Turn Black“ zurück. Musikalisch erwartet uns ihr typischer, außergewöhnlicher Signaturesound aus 70s Rock, 80s Thrash gemischt mit progressiven Elementen und der Black Metal Basis.

Die Band bezeichnet ihren Stil als „Sognametal“, was der Name einer der bekanntesten Regionen des Landes an der Westküste der Nordsee, aber auch das norwegische Wort für „träumen“ ist.

Schon beim packenden Opener `From These Woods´, der auch die erste Single der Scheibe ist, interagiert klassischer Heavy Rock mit atmosphärischer nordischer Schwärze, große Melodien treffen auf schnelles Riffing und treibende Chöre.

Wie das epische `Flammen´ mit seinem Singalong und seinen komplett norwegischen Lyrics stammt das vielseitige `Chaos´ bereits aus dem Jahr 2023. Auch hier treffen melodische Soundberge auf angeschwärzte Raserei sowie proggige Passagen und harsche Vocals.

Auch beim fulminanten Titeltrack und dem rifflastig-treibenden `Build & Destroy´ geht es wild und vielschichtig zur Sache, während `Smile Of Hate´ episch-melodischen Black ´n´Roll liefert, immer wieder kommen einem Enslaved, Dimmu Borgir und Borknagar in den Sinn.

Der Track `Kraken´, gleichzeitig Maintheme einer der größten norwegischen Kinoproduktionen des Jahres über eine aus dem Ruder gelaufene, internationale Nordpol-Forschungsmission, entpuppt sich dagegen als eher unscheinbares, schleppendes, filmisches Instrumental.

Ein weiteres, eher modernes Highlight des Albums ist die Auskopplung `Loving the Dead´ mit den hypnotisch-psychedelischen bis keifenden Vocals der norwegischen Sängerin Agnete Kjølsrud aka Djerv, eine achtminütige musikalische Achterbahnfahrt durch eine düstere, Lynch-artige Traumwelt, der im Video zum Song Jackass-, Wildboyz und Stunt-Ikone Chris Pontius ausgesetzt ist.

Die Scheibe zeigt sich dynamisch, atmosphärisch, vielseitig schwarzmetallisch mit epischen Gesängen und stimmungsvollen Synthies auf der einen sowie Härte, Prog und harschen Vocals auf der anderen Seite. Packende Twin-Gitarren und treibende Blastbeat-Attacken duellieren sich mit melancholischen Melodien und cinematischen Soundbergen, maximal eigenständig, abwechslungsreich und mit Tiefe, Charakter, Identität und einigen langen, mehr als hörenswerten Übersongs.

Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten