VOODOO CIRCLE – LOCKED & LOADED

VOODOO CIRCLE

Titel: LOCKED & LOADED

Label: AFM/Soulfood

Spieldauer: 52:20 Minuten

Mit den letzten beiden Alben “Raised on Rock“ und “Whiskey Fingers“ schien sich bei VOODOO CIRCLE ein 3 Jahres-Veröffentlichungsrhythmus eingependelt zu haben, der nun auch mit der neuen Scheibe “Locked & Loaded“ eingehalten wurde.

Sang auf dem direkten Vorgänger “Raised on Rock“ noch Herbie Langhans, hat nun wieder David Readman das Mikro übernommen und mit der Rückkehr von Drummer Markus Kullmann hat man wieder die Besetzung des Zweitwerks „Broken Heart Syndrome“ am Start. Und dass diese Formation perfekt harmoniert, wird bereits beim Opener ‘Flesh & Blood‘ deutlich: kraftvolle Riffs und ein David Readman in Höchstform, der keinen Hehl aus seiner Vorliebe für die Stimmfärbung eines David Coverdale macht, sorgen gleich für den ersten Höhepunkt. Und auf diesem Niveau geht es auch weiter. ‘Wasting Time‘ beginnt mystisch und entwickelt sich dann zu einem eher bluesigen Rocker mit leichtem Led Zeppelin-Touch, was auch für das nachfolgende ‘Magic Woman‘ gilt.

Letztlich ist es egal, wo man den Laser aufsetzt, das Album ist gespickt mit Highlights. Aus der Reihe fällt lediglich der nicht vollständig zündende Titeltrack, der mir persönlich nicht so gefällt. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Dafür gibt es mit ‘Eyes full of Tears‘ noch eine erstklassige Semi-Ballade, die dieses kleine Manko locker wieder ausmerzt.

Auch soundmäßig lassen VOODOO CIRCLE nichts anbrennen, legte man doch den Mix in die bewährten Hände von Jacob Hansen. Wer also auf niveau- und kraftvollen, musikalisch erstklassigen (geile Gitarrenarbeit!) Hardrock in der Tradition von Rainbow, Led Zeppelin und insbesondere späterer Whitesnake (“1987“/“Flesh & Blood“) steht, kommt an “Locked & Loaded“ nicht vorbei!

Unbedingte Kaufempfehlung!

 

 

Jürgen Grabowski vergibt 9 von 10 Punkten