
VLAD IN TEARS
Titel: HIDE INSIDE
Label: METALVILLE RECORDS
Spieldauer: 54:12 Minuten
VÖ: 01. August 2025
Seit 2007 kombinieren die in aus Italien stammenden VLAD IN TEARS Dark Metal mit Einflüssen aus Gothic, Industrial und Alternative Rock mit einigem Erfolg zu ihrem eigenen dunklen musikalischen Cocktail.
Nun steht uns das neue Langeisen „Hide Inside“ ins Haus, für das der Fünfer vierzehn neue Tracks aufgenommen hat, die einen moderneren, weniger dunklen Weg verfolgen und im Ansatz an 90er Crossover erinnern, aber wenn ich Korn oder Faith No More hören möchte, lege ich „Follow The Leader“ bzw. „Angel Dust“ auf.
„Mit einer perfekten Mischung aus düsterer Atmosphäre, vernichtenden Riffs und tiefgründigen Texten wird „Hide Inside“ eine neue Ära für die Band einläuten und ihre Position als eine der einflussreichsten und innovativsten Kräfte im zeitgenössischen Metal festigen.„ – Ich weiß ja nicht, kompromisslos und kraftvoll war, aber innovativ, düster oder emotional ist hier erstmal wenig.
Kein Wunder, dass ausgerechnet die Vorabauskopplung `Your Trace´ mit Gast-Vocals bzw. Raps von John Connor (Dog Eat Dog) sowie die überraschende Justin Bieber Coverversion `Let Me Love You´ die spannenden, gelungenen Highlights einer ansonsten enttäuschenden Scheibe sind.
Neue Sounds? Musikalische Experimente? Kühnheit und Intensität? Agression? – kann ich hier nicht erkennen oder kommen bei mir nicht an.
Musste man „Porpora“ (2022) noch für seine Kreativität und sein gekonntes Spiel mit Stimmungen und Dynamik sowie überraschende Einfälle preisen, fiel der Nachfolger „Relapse“ (2024) demgegenüber bereits deutlich ab.
Abermals sehr schade, denn zum neuen Machwerk kommen mir zusammenfassend statt lobender Worte erneut eher Attribute wie eintönig, durchschnittlich, vorhersehbar und arm an Gefühl, Abwechslung und Atmosphäre in den Sinn.
Michael Gaspar vergibt 5 von 10 Punkten