VERDUN
Titel: ABYSSAL WOMB
Label: TRANSCENDING OBSCURITY RECORDS
Spieldauer: 39:12 Minuten
VÖ: 26. Juni 2026
Zwei Merkmale haben mich zu der Band VERDUN geführt: Erstens ihr Name, der für die sinnlose Abnutzungs- und Materialschlachten und den Grabenkrieg des Ersten Weltkriegs steht. Es bleibt daher nur verständlich, dass es nur eine französische Band sein kann, die diesen Bandnamen führt. Zweitens die musikalische Einordnung als Black/Doom/Sludge doch sehr interessant für meinen Geschmack. Und dabei war noch ein Hinweis ausschlaggebend: bei der FFO Einordnung waren neben Indian auch die die Ultra-Sludge Kombo Thou genannt. Als absoluter Verehrer von den Baton Rouge Krawallos aber auch von Indian war ich da natürlich sofort angefixt.
„Abyssal Womb“ ist das dritte vollständige Album des Quartetts aus Montpellier. Der Opener ‚Funeral of the Cosmic Knight‘ bietet einen sehr starken Einstieg mit intensivem und eindringlichen Doom/Sludge. Zwischen walzender Zähigkeit und fiebriger Stimmung variieren die Franzosen ihren Sludge. Sie erzeugen eine bedrückende Atmosphäre, Negativität und Depression allerdings zu keinem Zeitpunkt so rabiat und intensiv wie die genannten Thou. Das soll aber auch nicht der Maßstab sein, denn VERDUN stehen für sich und ihre eigene Interpretation von Doom und Sludge.
Alles in allem eine ansprechende Scheibe, die gerade am Anfang und zum Ende hin wirklich zu überzeugen vermag. Wer sich im Sludge zu Hause fühlt sollte hier unbedingt mal ein Ohr riskieren.
Ingo Holzhäuser vergibt 8 von 10 Punkten


