VENUS 5 – VENUS 5

VENUS 5

Titel: VENUS 5

Label: FRONTIERS MUSIC

Spieldauer: 42:57 Minuten

VÖ: 10. Juni 2022

Die Italienerin Greta Di Iacovo aka Herma Sick (Sick ´n´Beautiful), die Slowenin Karmen Klinc (Hellcats), die Rumänin Jelena Milovanovic, die Schwedin Terese “Tezzi” Persson (Infinite & Divine) und Erina Seitllari aus Albanien bilden die Gruppe VENUS 5.

Mit Unterstützung von Produzent Aldo Lonobile (Secret Sphere, Timo Tolkki’s Avalon, Sweet Oblivion, etc.) und Songwriter/Co-Produzent Jake E. (Cyrha, ex-Amaranthe), Gitarrist/Songwriter Stefan Helleblad (Within Temptation) und Per Aldeheim (Def Leppard, H.E.A.T, Stanfour) präsentiert diese ihr gleichnamiges Debütalbum.

Das klingt nicht nur verdächtig nach Reißbrett oder Schema F(emale), es hat tatsächlich ein wenig von einer zusammengestellten Castingband. Schließlich weisen auch zwei der Protagonistinnen Erfahrungen auf der „The Voice“-Bühne ihrer Heimatländer vor. Zumindest wird dies nicht in Abrede gestellt, sondern es ist von einem Popprojekt in Metalversion oder einer Metalband mit poppigem Vibe die Rede.

Ob man es nun modernen Hardrock oder metallischen Poprock nennt oder welchen anderen Namen man dem Baby verpasst, die einen können etwas damit anfangen, für die anderen ist es schlichtweg Kirmesmetal oder bestenfalls Fahrstuhlmusik.

Jedenfalls sind hier allesamt musikalische Könner und gute Songwriter am Werk. Zudem eröffnen gleich fünf verschiedene Sängerinnen mit diversen Stimmfarben und vokalistischen Stärken zahlreiche Kombinations- und Variationsmöglichkeiten.

Die drei Vorabauskopplungen offenbaren bereits eine gewisse stilistische Vielfalt: ein launiger, eingängiger Poprocksong (`Tom and Ms. Amy Lee´), eine (Power-)Ballade mit gefühlvollem Hammerchorus (`Because Of You´) und eine elektronisch-moderne Powernummer (`We are dynamite´).

Darüber hinaus gibt es weitere Ohrwürmer mit grandiosen Refrains wie den Opener `Lioness´, das treibende `Nothing But A Heartache´ und ´Monster Under Your Bed´ mit seinen überraschenden Streicherparts zu hören. Außerdem packende, mehrstimmige Vocals und Chöre in `Inside´ und sogar ein Gitarrensolo im ebenfalls hymnischen `Save You´.

Für wen Eingängigkeit oder gar Poppigkeit keine Verbrechen bzw. Schimpfwörter sind und wer zudem auf weiblich angeführte, modern-poppig rockende Klänge steht, sollte hier trotz allem Kalkül und Erwartbarkeit ruhig mal ein, zwei Ohren riskieren.

Michael Gaspar vergibt 7 von 10 Punkten