VENUS 5
Titel: MARCH OF VENUS 5
Label: Frontiers
Spieldauer: 39:34 Minuten
VÖ: 20. März 2026
Manchmal hat man bei Frontiers einfach Pech. Nicht nur ist dieses Label scheinbar gern besonders stark in der Nutzung von KI. Und selbst wenn VENUS 5 ohne KI entstanden sein sollte, das Projekt ist dermaßen plastisch, dass es fast ans Unerträgliche grenzt..
Fünf unbekannte Sängerinnen, die aber tatsächlich so gute Stimmen haben, zumindest Teile der enthaltenen Songs zu retten, wurden mit vier Instrumentalisten zusammengebracht, die sozusagen für den Unterbau sorgen. Dass der Bassist Andrea Buratto heißt ist zumindest originell, wenn man weiß dass Buratino die sowjetische Variante den berühmten Pinocchio ist. Wem hier wohl eine Nase wächst?
Spielerisch insgesamt in Ordnung ist der Pop-Metal der fünf Venusse (Venüsse, Veneren, Venen?) bei aller vordergründigen Härte eher zuckersüß. Ein Brot, vor die Box gehalten, ist vielleicht binnen weniger Minuten gut mit Schmalz bedeckt. Nicht nur musikalisch, auch bei der Zahl der Stimmen, es wäre weniger wohl mehr gewesen. Kaum ist zu unterscheiden, wessen Stimme gerade erklingt.
Das Label nennt es Pop-Metal Sensation. Für mich ist es sensationell kitschig. Tatsächlich habe ich fast Angst bekommen vor der ersten Ballade. Interessanterweise ist ´Far Away´ gar nicht mal so übel. Aber auch kein Grund, hier öfter zuzuhören.
Mario Wolski vergibt 6 von 10 Punkten


