UWE LULIS PROJECT – ANALOG

UWE LULIS PROJECT

Titel: ANALOG

Label: UWESEN RECORDS

Spieldauer: 56:22 Minuten

VÖ: 29. Mai 2026

Das UWE LULIS PROJECT entstand 2020 während der Pandemie aus dem kreativen Stillstand des Lockdowns heraus. Der bekannte Gitarrist (Accept/ Grave Digger/ Rebellion) nutzte die Zeit, um sich seinen eigenen Songs zu widmen und stellte das Projekt nach seinem Ausstieg bei Accept im Jahr 2025 dann endgültig in den Fokus.

Gemeinsam mit Erdmann Görg (Gesang), Cord Kunze (Bass) und Katharina „Knattadrum“ Kunnert (Drums/Piano) steht der Vierer aus dem Raum Frankfurt für handgemachte Rock- und Metal-Musik: kraftvoll, direkt und kompromisslos und veröffentlicht nun sein gemeinsames Debütalbum ”Analog “.

Anspruchsvolle Rockmusik fürs 21. Jahrhundert und das analog produziert, ohne KI, mit echter Performance und einem lebendigen, warmen, klassischen Sound. Produziert natürlich von Uwe Lulis himself “lebt das Album vom kontrollierten Unperfektionismus”.

Ergänzt wird dieser Oldschool Ansatz immer wieder durch vereinzelte, unerwatete elektronische Elemente und Intros, die den Songs zusätzliche Facetten verleihen, so such direkt beim deftigen Opener `You Don´t Know My Name´, der zudem eine gewisse Gothic/Dark Rock Schlagseite aufweist. Görg legt über elf Songs eine beeindruckende Gesangsleistung zwischen rotziger Rockröhre mit Ecken und Kanten, pathetischer Epik, Melancholie, Heroik, Theatralik und Goth/Dark Rock Attitüde an den Tag.

Es folgt das große Highlight des Albums, das siebenminütige Epos `Faust (To Hell And Back)´, entstanden in Kooperation mit ASP und geprägt von einer gesanglichen Auseinandersetzung basierend auf Basis von Goethes Faust (Studierzimmerszene) zwischen Erdmann Görg und ASP, der den Part des Mephistopheles übernimmt. Eine Komposition, die herausragt, theatralisch und dramatisch sowie mit einer gehörigen Portion Pathos, Atmosphäre und Intensität.

Während die Vorabsingle ´Midnight In The Night Of Ghosts´ mit ihren Kinderlauten zu Beginn, harten Riffs, teilweise verzerrten Vocals und düsteren Beats beinahe an Die Krupps erinnert, geht das folgende `Shadowking´ wieder rockiger, melodischer und eingängiger zu Werke, bevor das flotte, betörend-stimmungsvolle `Lady Nosferatu´ wieder eine leicht andere Facette offenbart.

Die zweite Albumhälfte hat außerdem noch weitere epische Rock-/Metalhymnen wie die grandiose `Ballad Of The Lost´ und den beinahe powermetallischen Ohrwurm `The Emerald´ zu bieten, während es von `Deceiver´ treibend heavy rockend auf die Zwölf gibt. Insgesamt geht es hier noch schlüssiger, gradliniger und fokussierter zu Werke, während die bereits bekannten Trademarks, das markante Organ des Fronters sowie die gewisse Melancholie und Düsternis bestehen bleiben.

Eine großartige Hard ´n´ Heavy Scheibe der alten Schule wie sie sein sollte: abwechslungsreich und unvorhersehbar, emotional und exzentrisch, authentisch und energiegeladen, dreckig und ein wenig schräg, hymnisch und leiderschaftlich, schlicht und einfach einwandfreies musikalisches Handwerk mit Herz und Seele.

Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten