UNBLESSED DIVINE – PORTAL TO DARKNESS

UNBLESSED DIVINE

Titel: PORTAL TO DARKNESS

Label: Massacre Records

Spieldauer: 45:12 Minuten

VÖ: 18. August 2023

Die Multinationale Death Metal Formation UNBLESSED DIVINE, deren Mitglieder aus Polen und Südafrika stammen, veröffentlichten vor kurzem ihr Debütalbum “Portal To Darkness” bei Massacre Records. Das Todesstahl-Trio besteht aus Lee Wollenschlaeger (Vocals, Gitarren, Bass), Michał Grall (Gitarren, Clean Vocals, Keyboard, FX) und Michał Łysejko (Session Drums). Bisher veröffentlichten UNBLESSED DIVINE eine EP mit “The Coming Darkness” im Jahr 2020 und ließen 2021 die Single ´The Exalted One´ folgen, die bekennenden Death Metal gut gefiel und die Zeit bis zum Release von “Portal To Darkness” ein bisschen verkürzte. Für Mixing/Mastering war Tomasz “Zed” Zalewski / Zed Studio zuständig, dass Cover Design entwarf die Band selbst.

Ohne Kompromisse walzen UNBLESSED DIVINE mit ihrem Opener ´Book Of Lies´ los, auch ´Replace The Light´ kommt brutal aus den Boxen geknallt. Grall erzeugt durch seine Soundeffekte eine Art Breakdown, nach dem der Song nochmal an Fahrt gewinnt. Auch ´The Dark Supremacy´ startet mit Effekten, viel geiler und brutaler ist aber das dunkle Grollen von Frontmann Wollenschlaeger, der tatsächlich in einer Klasse wie George “Corpsegrinder” Fisher operiert. Ein grandioses, weil sehr geil gemachtes Intro hat der über sieben Minuten Track ´Blacken The Soul´, der mit brutalen, aber auch melodischen Phasen aufwartet und zum ersten Mal klare Vocals kredenzt. In ´God Of Darkness´ lautet eine Textzeile “Can you feel the dark inside?” und das kann man mit Fug und Recht behaupten, wenn man diesen Song gehört hat, der außerdem wieder mit klasse Soundsamples garniert wurde, die zusätzliche Schwärze erzeugen. Extremer und temporeicher werden “UD” in ´The Exalted One´ und über ´I Feed´ geht’s zum großen Finale ´The Glorious Flames´, über das ich an dieser Stelle mal nichts verraten möchte ausser: „…ganz großes Kino.“!

Die Jungs von UNBLESSED DIVINE servieren eine absolut starken Mix aus brutalen Gitarrenriffs, mächtigem Drumgeballer, dunklen – aber gut verständlichen – Growls aus den Tiefen der Kehle ihres Frontmanns und garnieren diese Elemente mit elektronischer Musik so großartig, dass es zur Atmosphäre beiträgt und keine Sekunde störend wirkt. Das beste Beispiel ist ´Blacken The Soul´, denn ich habe selten einen so dunklen und epischen Death Metal Song gehört wie diesen, der mein absoluter Favorit auf “Portal To Darkness” ist, gerade wegen der vielen Stimmungswechsel in den über sieben Minuten Spielzeit. Wer den Death Metal der 90er mochte wird auch “Portal To Darkness” mögen und ich hoffe sehr, dass die Band noch viele weitere düstere Songs und starke Alben raushaut, wie “Portal To Darkness”.

Tobi Stahl vergibt 9 von 10 Punkten