TYKETTO – CLOSER TO THE SUN

TYKETTO

Titel: CLOSER TO THE SUN

Label: SILVER LINING (WARNER)

Spieldauer: 48:37 Minuten

VÖ: 20. März 2026

TYKETTO, die Ende der 80er gegründete US Hardrock, AOR und Glam Metal Truppe rund um Ausnahmesänger Danny Vaughn, meldet sich nach einer vollständigen Dekade mit ihrer neuen Langrille “Closer To The Sun“ zurück. TYKETTO stehen auch 2026 für ausladenden Melodic Rock mit Refrains für die großen Bühnen und für makelloses Songwriting, Musikalität und die markante Stimme ihres Front-Goldkehlchens.

Nach großen Erfolgen mit ihrem Debütalbum “Don´t Come Easy´ und dem Überhit `Forever Young´, kam es 1996 zum Split, während der Frontmann bereits im Jahr zuvor die Band verlassen hatte. 2004 kam es dann zur Reunion im Zuge derer bisher die beiden Platten „Dig In Deep“ (2012) und “Reach“ (2016) erschienen sind, so dass die neue Scheibe erst der sechste Studiodreher der Gruppe ist.

Von der Originalbesetzung ist nur noch Vaughn an Bord, der unter anderem THUNDER Bassist Chris Childs und DORO Schlagzeuger Johnny Dee um sich schart und elf neue Stücke präsentiert, darunter eine Coverversion. Komplettiert wird der Fünfer durch Gitarrist Harry Scott Elliott und Ged Rylands am Keyboard. Gründe genug also für ein knackiges Track by Track.

`Higher Than High´: groovig-bluesiger Einstieg und einer der schnelleren Songs der Scheibe

`Starts with a Feeling´: softe, eingängige AOR-Nummer, wie sie im Buche steht, mit luftigem Gitarrensolo

`Bad for Good´: flotter, ausgelassener Rocker mit schnelleren Pianoparts

`We Rise´: großartige AOR-Hymne inklusive mitreißendem Refrain, knackigem Solo und rythmischem Part zum Mitklatschen

`Donnowhuddidis´: dynamischer Rocker mit genialem lautmalerischen Songtitel

`Closer to the Sun´: der hymnisch-majestätische Titeltrack, schon fast eine Power-Ballade mit einem Schuss Country Vibes

`Harleys & Indians (Riders in the Sky)´: Roxette Cover, Ohrwurm mit eingängigem Chorus, umgesetzt mit mächtig Country Flair durch Mundharmonika-Sounds

`Hit Me Where It Hurts´: druckvoll-groovy und gitarrenlastiger Track mit Solo und einer gewissen Rauheit und düsteren Vehemenz

`The Picture´: introspektive Signature-Ballade mit akustischem Beginn und kraftvollen Finale

`Far and Away´: die nächste eher ruhige Nummer mit akustischen Gitarren, sentimentalen Geigebklängen und einer Menge Ohrwurm-Potenzial

`The Brave´: der längste und vielschichtigste Song der Platte, mit Solo und abschließendem, männlichen Gospel-Part

Insgesamt ein tolles, zeitloses Melodic Hardrock Album für Fans von Heroen wie Foreigner, Whitesnake und Journey. Diese sollten definitiv mal reinhören, auch wenn es mir persönlich mehr knackige Songs der Marke des Openers oder der anderen genannten schnelleren Kompositionen hätte sein dürfen und im Durchschnitt mehr Midtempo und weniger soft und beinahe poppig.

Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten