THRONEHAMMER – SLAY | KILL | ERASE

THRONEHAMMER

Titel: SLAY | KILL | ERASE

Label: SUPREME CHAOS RECORDS

Spieldauer: 73:31 Minuten

VÖ: 09. Oktober 2026

Mit dem Album Incantation Rites (2021) konnte mich das deutsch-englische Doomkommando THRONEHAMMER begeistern. Auch im Livekonzext erwies sich die  mittlerweile zum Sextett aufgewachsene Kombo als großartige und tighte Band, die ihre intensiven Songs unters Volk bringen können. Mit „Slay | Kill | Erase“ kommt nun der vierte Longplayer heraus.

Schon der startende Titeltrack zeigt auf, dass THRONEHAMMER mehr den Death Metal Anteil betonen. Und um es gleich vorwegzunehmen: damit handeln sich THRONEHAMMER meines Erachtens auch einige Probleme ein. Nicht, dass sie es nicht können, denn der Death Metal spielte schon immer eine Rolle im Sound. Allerdings wirkt diese Betonung auf die Dynamik vorangegangener Taten. Die Eröffnung bleibt ein wenig blass und eintönig. ‚To Never Return‘ schafft eine Steigerung genau wie auch der Nachfolger. Doch irgendwie will der Funke nicht wirklich überspringen. Die Platte mäandert vor sich hin, tatsächliche Highlights fallen mir schwer auszumachen. Auch der Abschluss ‚Onwards to Oblivion‘, der mit Gastgesang von Max Hemmann (Motorowl) ausgestattet wurde verpasst in meiner Wahrnehmung die Ausfahrt. Natürlich reden wir hier von einer mächtigen und massiven Scheibe. Aber ich empfinde sie nicht dynamisch und auch songwriterisch bleiben THRONEHAMMER hinter ihren Möglichkeiten. Phasenweise ist das Material sperrig – was nicht unbedingt ein Negativpunkt sein muss. Allerdings sind manche Passage regelrecht uninspiriert um nicht zu sagen langweilig.

Vielleicht ist das alles Jammern auf hohem Niveau. Dennoch bleiben THRONEHAMMER ein Aushängeschild in Sachen massiver Doom Kunst mit ordentlicher Death Metal Schlagseite. Insbesondere live haben sie mich auf dem Braincrusher in Hell vollends überzeugt. Im vorliegenden Fall muss ich allerdings sagen, dass mich THRONEHAMMER auf „Slay | Kill | Erase“ nur selten richtig mitnehmen. 

Ingo Holzhäuser vergibt 6,5 von 10 Punkten