THRONEHAMMER – KINGSLAYER

THRONEHAMMER

Titel: KINGSLAYER

Label: Supreme Chaos Records

Spieldauer: 73:53 Minuten

VÖ: 24. November 2023

Vor elf Jahren starteten THRONEHAMMER mit dem 24 Minuten Demo “Black Mountain Dominion” um dann für sechs Jahre erstmal nichts mehr zu veröffentlichen. 2018 gab es mit dem Split LORD OF SOLITUDE / THRONEHAMMER ein Lebenszeichen, dem 2019 die Debüt-Langrille “Usurper Of The Oaken Throne” folgte. Zwei Jahre später ließen THRONEHAMMER ihr Zweitwerk “Incantation Rites” von der Leine. Am 24. November – also erneut zwei Jahre später – kommt mit “Kingslayer” der dritte Hammerschlag vom Doom-Kraftwerk um die Sängerin Kat, die Gitarristen Stuart “Bootsy” West / Tim Hammersmith, den Bassisten Uwe Void und Schlagzeuger Markus Ströhlein in die Läden, mit der klaren Mission die beiden Vorgänger zu toppen. Dafür haben THRONEHAMMER auch einen Gast in ihrem Schlachtheer, denn Daniel Kaufman (ex-Mindrot, ex-Dystopia, ex-Eyes of Fire, Destroy Judas) wirkt bei ´Sacrosanct Grounds´ mit und performt mit Kat Shevil Gillham.

Gemastert wurde das Album von Patrick Engel / Temple Of Disharmony (Asphyx, Candlemass, Darkthrone,Tiamat, Dissection, Trouble, Slayer) und wird als CD, auf Vinyl und in digitaler Fassung über Supreme Chaos Records veröffentlicht. Die Schlachtplatte hat eine Spieldauer von 74 Minuten, alleine drei Lieder sprengen die 10 Minuten und jeder von den neun Tracks geht mindestens fünf Minuten!

Wir steigen mit ´Reign of Steel´ ins doomige Getümmel und bekommen ein Intro serviert, dass die Intensität kontinuierlich steigert. Die starke Stimme von Sängerin Kat fesselt von Anfang an und mit dem groovigen Mix von Gitarren und Drums servieren THRONEHAMMER schon zum Auftakt eine fette Hymne, die Bock auf mehr macht! Wann ´Kingslayer´ aus den Boxen hämmert erkennt man schon am Scream von Kat und den leisen Oh-Oh-Oh Chören zum Start des Songs, den es als Singleauskopplung mit Video gibt. Das langgezogene “Kingslayer, Kingslayer” setzt sich im Kopf fest und wird schnell zum Ohrwurm. 10:56 Minuten, dass ist die Spieldauer von ´Sacrosanct Grounds´. Während den ersten sieben Minuten walzt der Song durch den Raum, danach darf eine Minute verschnauft werden, um dann der Walze wieder zu fröhnen, die sich weiter durch das Zimmer schiebt und seine Wucht weiter entfaltet. Sehr geil und roh klingen die Growls vom Gastsänger Daniel Kaufmann. Ein bisschen Todesstahl schwingt während ´Echoes of forgotten Battles´ mit und man könnte fast meinen das Memoriam Frontgrunzer Karl Willets die Growls raushaut. Ein Highlight ist ´Shieldbreaker´, dass es auch als Singleauskopplung gibt und während dem man fast ein Kriegshorn ertönen hört und man sich unweigerlich auf den Weg in die Schlacht machen möchte. Auch während ´Mortal Spheres´ schwingt neben dem Epic Doom Sound noch Death Metal mit, in dem auch ein Hauch von Schwarzmetall liegt. Nach einer windigen Brise hämmert ´Triumphant Emperor´ aufs Trommelfell ein und wenn die Trommeln in ´Halcyon Days of Yore´ ertönen sind wir dem epischen Finale mit dem Namen ´Ascension´ sehr nahe, dass ein verdammt starkes drittes Album von THRONEHAMMER abschließt und während der langen Spieldauer nochmal alle Trademarks der Band raushaut.

Eigentlich müssen sich Fans aus den Bereichen Epic Metal, Doom Metal, Death und auch Black Metal das neue Werk “Kingslayer” reinziehen, denn diese Genres verbinden THRONEHAMMER sehr gekonnt miteinander. Natürlich überwiegt die doomige Düsternis und erzeugt die dunkle Stimmung, die man von dem deutsch/britischen Gespann gewohnt ist, doch die Einbindung andere Spielarten ist durchweg gelungen und sorgt für Abwechslung auf der Scheibe. “Kingslayer” ist ein Album, dass genossen werden möchte und die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer fordert. Also am besten mit Lyric-Sheet zurückziehen und den Königsschlächter in vollen Zügen, mit angemessener Lautstärke und kühlen Getränken reinziehen!

Tobi Stahl vergibt 9 von 10 Punkten