THE QUILL
Titel: MASTER OF THE SKIES
Label: METALVILLE RECORDS
Spieldauer: 45:28 Minuten
VÖ: 08. Mai 2026
„Manche Bands jagen Trends hinterher, andere überdauern sie.“ Die schwedischen Hardrock-Veteranen THE QUILL sind bereits seit über dreieinhalb Dekaden aktiv und melden sich mit ihrem elften Studiodreher “Master Of The Skies” zu Wort.
Heavy Retro Rock auf Basis von 70s Hardrock mit Stoner, Doom, Grunge und Psychedelic Einflüssen im „musikalischen Dialog zwischen Groove, Schwere, Melodie und Kraft“, in einem Moment schwer und langsam, im nächsten Augenblick Vollgas: „Heavy Rock mit Tiefgang und Charakter!“
THE QUILL wollen sich weder neu erfinden noch den Hörer auf eine reine Nostalgiereise entführen. Was einzig zählt: kraftvolle, treibende Heavy-Rock-Songs mit düsteren Vibes, die für sich selbst stehen, wie das grandiose Anfangsdoppel `aus dem eröffnenden Titeltrack sowie dem mächtigen `Dark City´, auf das mit `You Can Not Kill My Soul´ ein Stück folgt, das als akustische Country-Nummer startet und dann zu einem majestätisch-wuchtigen Heavyrocker mutiert.
Die Band profitiert von einem hörbaren Wohlfühlfaktor, der Erfahrung aller beteiligten Musiker und der Motivation und dem Selbstbewusstsein, einfach atmosphärische, kontrastreiche und dynamische Musik zu schreiben, zwischen Sabbaths Hang zur Schwere und groovigem, klassischen Heavy Rock mit oftmals Ozzy-mäßigem Gesang, warmen, auffälligen Hammond-Sounds und griffigen Songs mit ausdrucksstarken Melodienbögen und tollen Gitarrenriffs. Nicht zu vergessen natürlich, den großartigen Job, den Sänger Magnus Ekwall macht, der hier definitiv vorführt, welches Potential in ihm steckt.
Während Stücke wie das über neunminütige `Mastodon´ und `Now You Are Gone´ in melodisch-psychedelischen Gefilden wildern, sind `Light Turns Low´ und das schleppende `It’s Over´ perfekte, doomig-metallische Kost für alle Fans von mighty CATHEDRAL. Zwischen dem leichtfüßigen `Son Of Lights´ und dem folgenden, düster-doomigen `If Tomorrow Never Comes´ liegen Welten und doch ist Beides unverkennbar THE QUILL und das macht zum guten Teil die Faszination dieses experimentierfreudigen, facettenreichen, auf angenehme und unaufdringliche Weise zurückhaltenden und doch begeisternden Albums aus.
Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten


