THE LIMIT – ANOTHER DROP

THE LIMIT

Titel: ANOTHER DROP

Label: Silver Lining/Warner

Spieldauer: 42:50 Minuten

VÖ: 31. Juli 2026

Bobby Liebling ohne Pentagram? Ja, das gibt’s; und zwar ganz frisch aus dem Presswerk. Proto-Punk goes Doom Metal? Richtig, denn seit einigen Jahren arbeitet Bobby zusammen mit Sonny Vincent – Gitarrist der 70er US Punk Band Testors an einem gemeinsamen Projekt namens THE LIMIT. Sie kamen diesen Sommer nach Wacken, wo sie keinen Ton ihres gewohnten, übrigen Backkatalogs zum Besten gaben. In der letzten Nacht von Samstag auf Sonntag auf einer Nebenbühne nachts um eins – vor rund 100 Besuchern. Der Rest schaute sich gleichzeitig die Partycombo Alestorm an. Nun denn, meine Entscheidung war klar…

THE LIMIT, die mit „Another Drop“ übrigens schon ihr zweites Album nach dem Debüt „Caveman Logic“ von 2021 hinlegten, klingen quasi wie MC 5, wenn sie die Demos für „Relentless“ eingespielt hätten. Oder als hätten Pentagram 1985 zu viel Stooges intravenös konsumiert. Mit Songs von einer durchschnittlichen Länge zwischen zwei und drei Minuten frönen die zwei Protagonisten ihrer Passion für die rohesten Acts der ersten Siebzigerhälfte, die eine Welle lostraten, deren Ausmaße sich bis heute in der Musikwelt spiegelt. Songs wie ´Stalemate´ klingen wie eine Kreuzung der ersten Stooges Scheibe und früher Ramones, ´Don’t Say Try´ würde auch in der Hauptband von Bobby bestehen, ´Sidetracked´ riecht nach modriger Garage, in der gerade ein alter, 69er Dodge Charger restauriert wird.

Für Pentagram Hardliner sowieso unverzichtbar, sind THE LIMIT sozusagen genau das perfekte Bindeglied zwischen Black Sabbath, den Ramones und dem Rest der Welt. Und zeigen, dass Bobby mit seiner neuen Spielwiese eine gute Beschäftigung gefunden hat, um mit sich selbst weiterhin im Reinen zu bleiben. Das war er nicht immer… Ich kann nur sagen: gelungene Sache!

Marius Gindra vergibt 8 von 10 Punkten