SYR DARIA
Titel: DARK CAROUSEL
Label: M-O-Music
Spieldauer: 50:31 Minuten
Das französische Label M&O Records (m-o-music.com falls Interesse besteht) hat uns wieder einmal mit einem kleinen Schmankerl bemustert. Ich hätte persönlich erst mit einer Band aus dem Osten Europas gerechnet. Syr Daria und Amu Daria sind zwei Flüsse, die sozusagen als Schwesterflüsse den mittelasiatischen Raum um Kaspisches Meer und Aralsee mit Wasser versorgen. Es hätte ein Thema sein können, dass zum Beispiel das meiste Wasser entnommen wird, um die Landwirtschaft zu versorgen. Darum kommt am Ende kaum noch Fluss, eher ein Rinnsal an und der Aralsee trocknet stetig aus. Fischerboote liegen auf dem Trockenen.
Und tatsächlich, rein musikalisch könnte „Dark Carousel“, das vierte Album der 2007 gegründeten Truppe, ein Soundtrack sein für eine Dokumentation zu diesem Thema. Oder zu einem Horrorfilm, denn Kino scheinen Syr Daria zu lieben. Ihr Sound bewegt sich irgendwo zwischen Heavy Metal und Thrash, ein paar moderne Groove Einflüsse lockern den Sound auf. Und für einen poppigen Refrain, bestes Beispiel die eingängige Single ´Pogo´, sind sie sich nicht zu schade.
Die erwarteten östlichen Klänge bleiben zwar aus. Dennoch schaffen es die Franzosen, oder genauer sogar Elsässer, meine Neugier zu wecken und zu erhalten. Die „Ohohos“ und „Ho Heys“ in ´Marie Celeste´ sind weit weniger peinlich als die komplette Diskographie von Feuerschwanz. Und das abschließende ´Circus´ dürfte sogar Traditionsmetaller auf die Seite ziehen.
Mario Wolski vergibt 7 von 10 Punkten


