STREETLIGHT – IGNITION

STREETLIGHT

Titel: IGNITION

Label: Frontiers Music

Spieldauer: 41:24 Minuten

VÖ: 11. August 2023

Aus Schweden kommen STREETLIGHT, die ihr Debütalbum am 11. August 2023 bei Frontiers veröffentlichten. Die Scheibe heißt “Ignition” und möchte als Rockalbum bezeichnet werden. Wenn man sich das bereits veröffentlichte Lyric Video zu ´Fire Burnin´ anhört, könnte man das so unterschreiben – allerdings im Melodic Rock Bereich. Die AOR/Melodic Rock Band aus Jonkoping sieht ihre Einflüsse bei JOURNEY, TOTO, KANSAS und DEF LEPPARD. STREETLIGHT setzen sich aus Sänger/Gitarrist Johannes, Gitarrist Filip Stenlund, Keyboarder John Svensson, Drummer Erik Nilsson und dem Bassist Johan Tjernström zusammen. Hören wir uns an, was STREETLIGHT uns mit ihrem Erstling “Ignition” servieren!

´Hit the Ground´ beginnt mit Synthies, die wir sowohl im Song als auch im kompletten Verlauf von “Ignition” zu hören bekommen. Da die Jungs von STREETLIGHT in der Bandinfo als Rocker bezeichnet werden, vermisse ich schon beim Auftakt die Ecken und Kanten, die ein Rockalbum ausmacht – mal sehen wie es weitergeht. ´Chutes and Ladders´ startet jedenfalls wie der feuchte Traum von Dieter Bohlen, der eine Ballade fürs DSDS Finale schreibt. Schon um einiges mehr an die 80er und die Rockballaden aus diesem denkwürdigen Jahrzehnt kommt ´Stay´ ran, ´Love Riot´ gehört auch zur Fraktion der AOR Songs die Spaß machen und griffiger sind, was man von der cheesy Kuschelnummer ´Closer´ nicht sagen kann. Aus einem Rocky Soundtrack könnte ´Caught Up in a Dream´ stammen, es fehlt halt  der Crunchy Punch des Italian Stallion. Nach ´Awake´ kommt das bereits angesprochene ´Fire Burnin’´ und ist – Achtung Spoiler – tatsächlich der „härteste“ Track auf “Ignition”. Weder ´Overjoyed´, noch die Schmusenummer ´Words for Mending Hearts´ oder der finale Song ´Malibu Pier´ kommen in die Gegend von dem, was ich als Rock Music bezeichnen würde – allenfalls Cozy Melodic Rock könnte den Nagel auf den Kopf treffen.

STREETLIGHT ködern mit ihrer Single-VÖ ´Fire Burnin´ und der Aussage: “Für Streetlight ist melodischer Rock nicht nur ein Relikt aus der Vergangenheit. Es ist mehr als Nostalgie und Musik für das Hier und Jetzt.”. Leider vermisse ich bei den anderen Songs auf “Ignition” die starken und druckvollen Gitarren, so wie die Ecken und Kanten, die man bei Bands wie DEF LEPPARD, TOTO und KANSAS schon drin hatte. Auch JOURNEY waren in ihrer Blütezeit nicht so glatt und sauber, wie es STREETLIGHT heute sind. In Ansätzen macht mir “Ignition” schon Spaß, es gibt aber zu viele Songs für die Fraktion der Kuschelrocker und zu wenige Tracks, die auch mal rockiges Feuer aus den Boxen lodern lassen. Mir bleiben lediglich `Stay´ und ´Love Riot´ im Kopf, die schon druckvollere Refrains und eingängige Hooks liefern. Davon bitte mehr im Zweitwerk.

Tobi Stahl vergibt 5,5 von 10 Punkten