SLAUGHTERDAY
Titel: DREAD EMPEROR
Label: TESTIMONY RECORDS
Spieldauer: 39:41 Minuten
VÖ: 13. Februar 2026
Das deutsche Death Metal Flaggschiff SLAUGHTERDAY veröffentlicht mit „Dread Emperor“ seinen fünften Longplayer. Das treibende Duo Jens Finger (Gitarre/Bass) und Bernd Reiners (Vocals/Drums) der Niedersachsen aus Leer tönt mittlerweile seit 15 Jahren durch den heimischen Death Metal Untergrund. Auch mit dem neusten Output versucht sich die Band ihre Variante des Old School Death Metals zu schärfen und zu verfeinern. Labeltechnisch hat man von F.D.A. Records auf Testimony Records gewechselt.
Wie eh und je kommen SLAUGHTERDAY mit einer mächtigen Soundwand aus den Boxen, das Intro ‚Enthroned‘ verschleiert zwar noch die gesamte Feuerkraft der Band, allerdings setzt ‚Obliteration Crusade‘ dann die vollen Segel. Der Sound ist satt, der Mix transparent und SLAUGHTERDAY wandeln auf bekannten Pfaden mit allerhand klassischen Heavy Metal Zitaten was sich insbesondere in der Gitarrenarbeit abzeichnet. Aber natürlich dürfen die Querverweise auf die Altvorderen des Death Metals fehlen. Death und Autopsy (‚Astral Carnage’, ‚Forsaken Ones‘)) sind an vielen Stellen präsent ohne platt kopiert zu werden.
Insofern rödeln sich die Niedersachsen sehr ordentlich wenn auch mit der ein oder anderen Länge durch ihre fünfte Platte, nehmen viel mit und lassen wenig liegen. Zum Ende können sie mit dem lässigen ‚Dethroned‘ und dem Protector Cover von ‚Golem‘ noch mal richtig Akzente setzen.
Auch wenn mir die ein oder andere Überraschung fehlt und die durchaus vorhandenen Punk/Hardcore Passagen etwas schlagkräftiger hätten gestaltet werden können bleibt ein ansprechendes Old School Death Metal Album zum Start ins neue Musikjahr 2026.
Ingo Holzhäuser vergibt 7,5 von 10 Punkten


