SHADOWBORNE
Titel: HEAVEN´S FALLING
Label: SCARLET RECORDS
Spieldauer: 34:58 Minuten
VÖ: 19. Juni 2026
“Heaven´s Falling“ wird als das Debütalbum der neuen schwedischen female fronted Power Metal Sensation SHADOWBORNE angekündigt. Die Formation positioniert sich dabei mit einem atmosphärisch-cinematischen Ansatz im modernen, melodischen Power Metal-Sektor und mit Fantasy-Elementen und Themen beispielsweise rund um die erfolgreichen TV-Serien „Vikings“ und „Game Of Thrones“, wie bereits die Titel einiger der packenden Songs wie `Hold The Door´, ´The Wall´ und des stimmungsvollen Intros `Winter Is Coming´ deutlich machen.
Dabei verbindet die Band ihr episches Dark Fantasy Storytelling auch schon mal mit persönlicheren Themen (`Stranger To Myself´) und Elementen wie Konflikt, Identität, Loyalität, Ehre, Betrug, Schicksal, Aufstieg und Fall, wie sie oftmals in beiden Welten zu finden sind. Der Sound ist heavy, schnell und eingängig, massive Riffs und treibende Dynamik treffen auf, starke Melodien, packende Hooks und wuchtige Chöre.
Die meisten Tracks fühlen sich dabei wie schlachterprobte, powermetallische Hymnen an, allen voran die beiden Auskopplungen, der mitreißende Titelsong sowie das grandiose `High And Low´. Als weitere Anspieltipps möchte ich die beiden majestätisch-kraftvollen Nummern `The Wall´ und `Custodians´ nennen.
So ein wenig fehlen dabei die großen Tempo- und/oder Stimmungswechsel und es gehen den an sich mitreißenden Kompositionen die musikalischen Abwechslungen ab. Ein Song wie `Raven´ wählt zum Beispiel einen dunkleren, stimmungsvolleren, beinahe mystischen Ansatz und nimmt zudem ein wenig den Fuß vom Gas. Davon hätte man gerne noch mehr gehört.
Fans von weiblich angeführten Power Metal Truppen finden in SHADOWBORNE dennoch eine sehr interessante, vielversprechende Option. Die Finnen von Battle Beast stellen im Übrigen die häufigste Assoziation dar, welche mir beim Anhören der Scheibe ständig in den Sinn kommt. Sogar das Timbre von Frontfrau Eira Shadowborne ähnelt dem von deren ehemaliger Sängerin Noora Louhimo stark.
Am Ende des Tages eine unterhaltsame, homogene, muntere Scheibe ohne große Ausfälle. Jetzt heißt es also das musikalische Profil der Band zu schärfen und eine Schippe Eigenständigkeit draufzulegen sowie ein wenig mehr Überraschendes und Unerwartetes in den funktionierenden Sound zu integrieren, der zu diesem überdurchschnittlichen Album geführt hat.
Michael Gaspar vergibt 7,5 von 10 Punkten


