SAINTED SINNERS – HIGH ON FIRE

SAINTED SINNERS

Titel: HIGH ON FIRE

Label: RPM-ROAR

Spieldauer: 46:55 Minuten

VÖ: 21. November 2025

Die Hard Rock Kapelle SAINTED SINNERS sind ganz nach dem Motto “Gut Ding will Weile haben” zurück – und das vier Jahre nach “Taste It”. Das neue und fünfte Studioalbum der aus Deutschland stammenden, aber international besetzten Band heißt “High On Fire” und ist ab dem 21. November 2025 “on the Road”. Wer die heiligen Sünder nicht kennt:

SAINTED SINNERS haben Jack Meille (Tygers Of Pan Tang) am Mikrofon, dessen kraftvolle, rockige Stimme den Songs ihren Drive gibt. An der Gitarre sorgt Frank Pané (Bonfire) für energiegeladene Riffs und melodische Akzente, während Samy Saemann (ex-Freedom Call) mit seinem Bassspiel und Berci Hirlemann mit seinen knackigen Drums die Rhythmus-Fraktion bildet. Abgerundet wird die Besetzung der SAINTED SINNERS von Ernesto Ghezzi (Gotthard) an den Keys. Für “High On Fire” brauchte es fast drei Jahre Vorbereitungszeit, und die Band nahm in der Zwischenzeit den Bassvirtuosen Samy Saemann ins Line-up auf, mit dem sie ihren kraftvollen Sound weiterentwickelte.

Mit “High On Fire” wollen die SINNERS ihren Fans “eine musikalische Reise durch alle Facetten des von den 70er und 80er Jahren inspirierten Heavy Rock servieren.” Mit blues- und souligem Gesang, virtuosen Gitarren- und Hammond-Duellen sowie einer groovigen, mitreißenden Rhythmusgruppe wollen Sainted Sinners ein rockiges Paket voller Vielfalt und Musikalität schnüren, das durch die individuellen Stile der Bandmitglieder eindrucksvoll getragen werden soll. Hören wir uns “High On Fire” an.

‘Crown of Thorns’ eröffnet “High On Fire”, ist aber natürlich kein Priest-Cover, sondern eine eigene Nummer mit dramatischem Intro – danach holen SAINTED SINNERS das Hard Rock Lasso raus und fahren mit knackigem Hard Rock bis zum Ende des Liedes durch! Frischen und fetzigen (Cabrio)Rock mit bluesigen Vibes gibt’s während ‘Out of the Blue’ – über den als Single ausgekoppelten Track sagt Gitarrist Frank Pané:

Positive Rock‘-n‘-Roll-Vibes pur! Stell dir vor, du fährst den Sunset Strip entlang in den goldenen Zeiten des melodischen Hardrock – genau dieses Gefühl transportiert der Song.

Ebenfalls mit 80s Flair ist ‘Night After Night’ ausgestattet und erfreut Fans des gepflegten Gitarrensolos genauso wie Freunde von Songs, die man mitträllern kann. Groove Rock mit kurzem Key Solo haben die Jungs genauso im Angebot und widmen ‘Sunshine’ einem Schwarm, ‘Empty Days of Wonder’ ist die Ballade zur Halbzeit des Albums und ein Schmachtfetzen vor dem Herrn, der als Beschreibung im Rockduden für “Balladen” stehen könnte. Mit ‘World’s on Fire’ werden die SAINTED SINNERS wieder etwas hardrockiger und kommen moderner aus den Boxen. Frank Pané über den Track:

‘World’s On Fire’ hat sich im Prinzip von selbst geschrieben – und das ist immer ein gutes Zeichen. Beim Jammen kam ich auf dieses Van Halen-inspirierte Riff und eine halbe Stunde später stand das Grundgerüst. Ernesto steuerte dann den Mittelteil bei, der sich perfekt für ein ausgedehntes Solo anbot. Eine Komposition in der Komposition sozusagen. Ein echter Heavy-Rock-Groover mit Spaßfaktor, aber ernstem Text.

Nach ‘Down in a Hole’, das ebenfalls ein guter Mid-Tempo Rocker ist, kommt mit ‘Hide in the Dark’ die wohl softeste Performance auf “High On Fire”, die auch ein bisschen unschuldig klingt und irgendwie gute Laune macht – solltet ihr auschecken. Mit Soft ist aber relativ schnell Schluss, denn zum einen dauert das Versteckspiel im Dunkel keine drei Minuten und zum anderen ist ‘Sweet Sweet Addiction’ wieder im bekannten Hard Rock Fahrwasser, in dem ich die SAINTED SINNERS am liebsten segeln höre. Den letzten “regulären” Platz auf der Tracklist hat ‘Lost in a Storm’, ein ruhiger und treibender Song, mit dem SAINTED SINNERS ihr Album ausklingen lassen. Als Bonus hat die internationale Rock-Kapelle einen der bekanntesten The Who Tracks gecovert und gibt ‘Who Are You’ zum Besten!

“High On Fire” ist ein stabiles (Hard) Rock Album, das mit Anspieltipps wie ‘World’s On Fire’, ‘Crown of Thorns’ und ‘Empty Days of Wonder’ einige Songs zu bieten hat, die im Kopf bleiben; auch das Cover oder ‘Hide in the Dark’ haben Potenzial. Insgesamt könnte es jedoch schwierig werden, sich außerhalb der Fangemeinschaft durchzusetzen – ich gebe euch trotzdem die Empfehlung, “High On Fire” rotieren zu lassen, denn mit ‘Night After Night’ oder ‘Out of the Blue’ gibt’s zwei weitere Lieder, die ihren “Zauber” nicht gleich beim ersten Durchgang entfalten.

Tobi Stahl vergibt 7,5 von 10 Punkten