RUTHLESS – CURSE OF THE BEAST

RUTHLESS

Titel: CURSE OF THE BEAST

Label: Fireflash Records/Edel

Spieldauer: 51:24 Minuten

VÖ: 17. Juli 2026

Bist du Ruthlos, greif zu RUTHLESS.

Diese sinnbefreite Wortspielerei fiel mir schon vor Tagen ein. Mir ist schon klar, dass der Bandname ernst gemeint ist und so etwas bedeutet wie rücksichtslos. Das passt auch zu ihrem bisherigen Weg. Denn man muss neidlos anerkennen, die Amis um Sänger Sammy DeJohn halten seit den frühen Achtzigern gnadenlos die Fahne des traditionellen Metal hoch.

Völlig ahnungslos allerdings spiele ich das aktuelle Werk ab, kenntnislos der bisherigen Alben. Und bei der instrumentalen Eröffnung ´The Blood Moon´ denke ich, eine späte Zwischenstufe zu hören zwischen „Justice“  und dem Schwarzen Album, zwischen „Burnt Offerings“ und der dunklen Geschichte. In eine ähnliche Bresche schlägt der folgende Titelsong. Ich bekomme Lust, hemmungslos durch die Burg zu bangen. ´Raging Violence´ bringt eine Dosis Judas Priest, stimmlich denke ich ab und an an Saxons Biff.

Und so treiben es RUTHLESS auf die Spitze. Immer bremsenlos nach vorne. Skrupellos, wie die von ihnen besungenen ´Berserker´. Diese Scheibe zu Besprechung zu bekommen, das fühlt sich an wie ein Gewinnlos bei einer Tombola. Meist ist man da ja gefühlt glücklos und greift nur ein paar Taschentücher ab. Hier hingegen gibt es den spitzen Schrei in ´Suffocating Fear´. Und vielleicht sind RUTHLESS die nächsten ´Metal Gods´. Gelungenes Cover, das das Album wunderbar abrundet.

RUTHLESS Musik macht Mut, gibt Kraft. Einfach mal das tun, was man gerade möchte. Trotz der „Gehe nicht über LOS“ Karte beim Monopoly losgehen und doch über LOS gehen.

Bist du mutlos, greif zu RUTHLESS.

Mario Wolski vergibt 8,5 von 10 Punkten