REXORIA – FALLEN DIMENSION

REXORIA

Titel: FALLEN DIMENSION

Label: Black Lodge Records

Spieldauer: 43:06 Minuten

VÖ: 08. Mai 2026

Zugegeben: REXORIA waren mir bisher völlig fremd – umso besser, dass die Band um Sängerin Frida Ohlin, die mit ihrer Stimme direkt im Ohr und im Kopf hängen bleibt, sowie Jonas Gustavsson (Lead-Gitarre), Cristofer Svensson (Gitarre), Adam Nordquist (Bass) und Martin Gustavsson (Drums) jetzt mit “Fallen Dimension” auf meinem Schreibtisch gelandet ist. Asche auf mein Haupt, dass mir der “Royal Metal”-Sound der schwedischen Melodic-Heavy-Metal-/Power-Metal-Band bisher durchgegangen ist, denn: Ein Blick auf die Diskografie zeigt, dass REXORIA alles andere als Neulinge sind. Nach “Moments of Insanity” (2016) und “The World Unknown” (2017) folgte mit “Queen of Light” (2018) sowie “Ice Breaker” (2019) eine Phase, in der die Band ihren Sound kontinuierlich schärfte, bevor mit “Imperial Dawn” (2023) der nächste größere Schritt folgte – und nun mit “Fallen Dimension” (2026) der neueste Output vorliegt. Ich sehe es positiv und bewerte das, was die Band, die aus der Gegend um Jönköping kommt (einige Mitglieder stammen aber auch aus Stockaryd und Nässjö), mir hier und jetzt an Royal Metal kredenzt.

Mit “Fallen Dimension” legen REXORIA also den Nachfolger von “Imperial Dawn” vor. Lyrisch gehen die Schweden dabei gesellschaftskritisch und mit kriegsgeprägten Narrativen vor, haben aber auch emotionale Power-Balladen und eingängige Hymnen am Start. Für Dynamik sorgen die beiden Duette mit Mike Andersson (TUNGSTEN) und Johnny Gioeli (AXEL RUDI PELL / HARDLINE). Für Mix und Master war Jonas Kjellgren (u. a. SABATON, BLOODBOUND) zuständig – ich bin gespannt, was die elf Songs draufhaben, bin mir aber sicher, dass es druckvoll und nach typischem Schwedenstahl klingt – denn der ist eigentlich immer stark.

Als ob man mitten in einem S.W.A.T.-Einsatz ist, eröffnen REXORIA ihren Langdreher mit ‘Metallic Rain’ – nix Royal Metal, eher Baller Metal, aber mit einem Augenzwinkern, denn die Wucht im Song ist schon königlich fett. Genau so muss eine Platte starten: Sie weckt Neugier, treibt die Spannung hoch und geht ab wie ein “Betty”, der S.W.A.T.-Wagen aus der gleichnamigen Serie. Auch ‘Awakening’ startet energiegeladen, gehört zu den schnellen Songs, ist jedoch melodischer als der Opener – dafür kommt ein krassgeiles Gitarrensolo aus den Boxen geschossen. Fistbumping ist in ‘Dancing on the Ruins’ angesagt, den Nacken braucht ihr zum Headbangen während ‘Malleus Maleficarum’, und im klangvollen ‘Running with the Stars’ darf man sich auch mal zurücklehnen und der schönen Singstimme lauschen. Landsmännischen Support haben REXORIA in ‘Dominion’, hier ist Mike Andersson von TUNGSTEN am Start; später hören wir noch Johnny Gioeli (AXEL RUDI PELL / HARDLINE) performen. Den klang- und kraftvollen Schwedenstahl haben REXORIA natürlich auch in die DNA von ‘Break the Wave’, ‘Himalaya’ und ‘Wasted Land’ geschmiedet – besonders ‘Himalaya’ und sein toller Text haben es mir angetan. Die vorletzte Nummer ‘Virtual Pain’ lädt zum Headbangen ein, und im finalen ‘Heart of Sorrow’ ist Johnny Gioeli mit von der Partie – ein toller, balladesker Abschluss für “Fallen Dimension”.

REXORIA liefern mit “Fallen Dimension” ein starkes, abwechslungsreiches Album ab, das irgendwo zwischen melodischem Power Metal und kraftvollem Heavy Metal pendelt und dabei seinen eigenen “Royal Metal”-Stempel aufdrückt. Die Songs gehen gut ins Ohr, haben Druck, Melodie und genug Energie, um sowohl auf Platte als auch live zu funktionieren. Gerade die Mischung aus treibenden Nummern und atmosphärischeren Momenten sorgt dafür, dass das Album über die komplette Laufzeit spannend bleibt. “Fallen Dimension” ist eine sichere Bank für alle, die auf modernen, melodischen Metal mit Druck und Gefühl stehen – und definitiv ein Album, das man sich physisch zulegen sollte.

Tobi Stahl vergibt 8,5 von 10 Punkten