
REINFORCER
Titel: ICE AND DEATH
Label: Scarlet Records
Spieldauer: 37:40 Minuten
VÖ: 22. August 2025
Pa- Pa- Paderborn, da hab ich mein Herz verlorn…
Tatsächlich ist die Heimatstadt von REINFORCER lange ein Ort gewesen, in dem ich viel Zeit verbracht habe zwischen Dom und Schloß Neuhaus, zwischen Paderquelle und Kaiserpfalz. Gut, das ist schone eine Weile her. Da wird sich einiges verändert haben in den letzten 25 Jahren. Was Paderborn damals aber schon nicht war, eine Hauptstadt des Heavy Metal. Und auch heute kenne ich keine Truppe von da. Außer eben diese Heroen des gepflegten Gitarrenriffs.
Die haben ja schon mit ihrer ersten EP „The Wanderer“ 2018 Aufsehen erregt. Ihr erstes volles Album „Prince Of The Tribes“ allerdings ist irgendwie an mir vorübergegangen. Vielleicht auch durch den Wechsel von Doc Gator Records zu einem italienischen Label. Jetzt überziehen sie mich und uns jetzt doch wieder mit Eis und Tod.
Dazu passend erzählen sie uns Geschichten aus Mythen und Historie. Die bekannteste geschah so gar nicht weit weg. Wer hat noch nie von ihm gehört, ´The Piper´, der Hameln erst von Ratten befreite und danach die Kinder der Stadt entführte. Diese dramatischen Geschichten vertonen REINFORCER mit einem energischen Power Metal. Tolle, messerscharfe Gitarrenriffs treffen auf aggressiven aber melodischen Gesang.
Vergleiche hinken ja meist. Aber man kann REINFORCER sicher in der Schnittmenge von Blind Guardian, Running Wild, Manowar und Iced Earth verorten. Manchmal kann man das so genau nicht festmachen. Aber mit Krefelds Finest teilen sie zum Beispiel eine gewisse Epik. Und wie zu Manowar ist man ständig animiert, die Fäuste gen Himmel zu recken. Die westfälischen Recken haben hier ein Album geschmiedet, das sich unter Freunden klassischen Metals sicher einige Freunde machen wird.
Vielleicht ein Grund mehr, doch mal wieder in Pa- Pa- Paderborn sein Herz zu verlieren.
Mario Wolski vergibt 8 von 10 Punkten