PRIMAL
Titel: FIN DE LOS TIEMPOS
Label: Old Skull Records
Spieldauer: 66:40 Minuten
VÖ: 22. Mai 2026
Dinge ändern sich.
Vor drei Jahren erschien das letzte, dritte, Album der Truppe aus Los Angeles. Ich habe „Humachine“ von PRIMAL sogar recht gut empfunden. Zumindest damals war ich von der Band um den argentinischen Sänger Alberto Zamarbide (V8, Logos) überzeugt.
Drei Jahre später. Gleiche Band. Zum Teil die gleichen Songs, schließlich handelt es sich hier um eine Best of, kompiliert aus Songs der ersten drei Alben. Und mir macht es keinen Spaß. Liegt es am Wetter? Oder kommt mir alles einfach nur irgendwie ziemlich monoton vor? Klar finden sich ein paar schicke Thrash-Riffs. Aber es fehlt mir der letzte Funken, der überspringt. Die Vergleiche des Labels mit Metallica und Slayer laufen da absolut ins Leere. Und von Slayer bin ich ganz sicher kein erklärter Fan. Dennoch sehe ich da klare Qualitätsunterschiede.
Leider, leider hilft da auch der eigentlich gute Sänger nicht weiter. Die Songs, die er da darbietet, sind da einfach zu einfach. Simpel gestrickt, keine Überraschungen. Kaum, dass man hellhörig wird. Vielleicht mal bei ´Infernal Nighmare´, wenn plötzlich die Stille entdeckt wird. Oder ´Betrayal´, das wirklich mal Slayerschen Druck aufbaut. Gelungen auch ´The King´, das zumindest im Ansatz instrumental an einen anderen König erinnert.
Insgesamt reicht mir das aber nicht, um „Fin De Los Tiempos“ ans Herz zu legen. Vielleicht in drei Jahren wieder. Wie gesagt, Dinge ändern sich.
Mario Wolski vergibt 6,5 von 10 Punkten


