POWERRAGE – BEAST

POWERRAGE

Titel: BEAST

Label: High Roller Records

Spieldauer: 34:11 Minuten

VÖ: 24. April 2026

Wie heißt es so schön? Der Weg zur Seligkeit ist steinig. Und bei „Beast“  ist der erste Stein schon die Eröffnung. Das Intro des ersten Tracks ´Dark Wings´ finde ich so misslungen, dass es mich zum weiterskippen verleitet. Dabei ist die Nummer, ganz wie das ganze Album so gar nicht schlecht. Denn John Ricci, zwischen 1980 und 2018 Langzeitgitarrist von Exciter legt hier einen wilden, rüden Speed Metal Klumpen in die Regale und Archive. Das ist schon arg rüpelig und grob. Macht aber prinzipiell Laune, vor allem, weil es auch immer etwas Abwechslung gibt.

´Cremation Damnation´ beispielsweise fährt eine schleppend doomige Schiene. Eher thrashig prügelt sich der ´Dragon Man´ ins Ohr. Was mir als Opener für das Album wirklich gefallen hätte, ist das eher stimmungsvoll akustische Intro von ´Haunted Hell´. Hätte auch sonst einen guten Einstieg in die Scheibe gegeben. Aber gut, das entscheiden andere.

Ein zweiter Stein auf dem Weg in die Seligkeit ist für mich Sänger Jacques Bélanger. Der war zwischen zwischen 1997 und 2004 die Stimme dreier Alben von Exciter. Eigentlich eine passende Wahl. Aber.

Großes ABER.

So sehr ich den Gesang von King Diamond liebe, der alles kann zwischen spitzen Schreien, schmerzhafter Kopfstimme und gutturalen tiefen Tönen. Der Gesang auf „Beast“ geht mir nicht so recht rein. Die spitzen Schreie, die gehen gut. Das passt. Aber das Krächzen, wenn Jacques nicht schreit, schmerzt wohl nicht nur meinen Hörnerven. Dafür freut sich wohl sein HNO-Arzt. Denn das muss wehtun. Ich brauche es nur versuchen und bekomme einen Hustenanfall. Für mich reißt es diese Platte doch ein wenig nach unten, denn diese Krächzerei wirkt doch recht eintönig. Und macht Stücke wie das punkige ´I Torture I Kill´ kaputt.

Mario Wolski vergibt 7 von 10 Punkten