
PEACE OF MIND
Titel: BLOOD IS THE PRICE
Label: Blood Blast Distribution
Spieldauer: 25:55 Minuten
VÖ: 05. September 2025
PEACE OF MIND ist eine vierköpfige Hardcore-Band aus Deutschland, die sich aus Louis Wittmann (Vocals), David Stolzmann (Guitars), Patrick Stolzmann (Bass) und Patrick Eichhorn (Drums) zusammensetzt und im Jahr 2015 gegründet wurde, Innerhalb der letzten zehn Jahren hat das Quartett fast 300 Konzerte in Europa, Großbritannien und den USA gezockt – auch auf dem Plan des Summer Breeze 2025 sind die Jungs verzeichnet. Die Truppe veröffentlichte bisher vier Tonträger, tourte mit Hardcore-Szene-Giganten wie TERROR und SPEED und haut am 05. September den zweiten Langspieler “Blood Is The Price” raus.
Hören wir uns den MIDEAST BLOOD HARDCORE an, den PEACE OF MIND zocken, angefangen mit dem Opener ‘Burned Alive’, der sich im Mid-Tempo Bereich in die Ohren fräst und einiges an Mosh-Potential mitbringt. Der Titeltrack ‘Blood Is The Price’ beinhaltet ein Feature von Jem Siow (SPEED) und haut ebenso gehaltvoll in die Fresse – die Highspeed-Momente sind richtig gut und dürften gerne länger dauern. Nach ‘Born To Lose’ kommt mit ‘Death Is Upon Us’ die kürzeste Nummer des Albums mit nur 105 Sekunden, überhaupt dauert die Platte nur 26 Minuten, das ist selbst für Hardcoreverhältnisse wenig, dann noch für 10 Lieder insgesamt. Der längste Song, ‘Fear Shapes All’ ist zugleich einer der Highlight-Tracks, denn hier kann man sich genüsslich verausgaben und das ohne erneuten Liedwechsel. ‘Seek The Light’. ‘Bite The Bullet’ ballern stabil und mit dem bisher gehörten Rotz, die rohe und blutige Hardcore-Orgie wird in ‘Hypocrite’ feat. Emely Finke von BLOSSOM DECAY fortgeführt. Mit ‘Cut The Rope’ feat. Gregor Leskey (RISK IT) UND ‘Peace Of Mind’, die auf der ersten EP “s/t” zu hören sind und ein 2025er Update bekamen, endet “Blood Is The Price” deftig, aber halt auch eine Ecke zu früh.
PEACE OF MIND haben sicherlich Potential und zeigen das auch auf “Blood Is The Price”. Der Reibeisen-Stimme, die straight nach vorne peitscht, macht schon Spaß, auch die Fleischklopfer an den Instrumenten machen einen geilen Job. Was dem Album ein bisschen abgeht ist ein Ohrwurm, der ins Hirn kriecht, die grauen Zellen verprügelt und dauerhaft Bock macht – ‘Blood Is The Price’ und ‘Fear Shapes All’ schaffen das im Ansatz. So laufen die 25 Minuten ein wenig an einem vorbei. Trotzdem ist “Blood Is The Price” ein gutes Album, das vor allem Hardcore -und Genre-Fans auschecken sollten.
Tobi Stahl vergibt 7,5 von 10 Punkten