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NIGHTINGALE
Titel: ALIVE AGAIN
Label: Insideout
Spieldauer: 144:19 Minuten
VÖ: 28. Februar 2024
Am 28. Februar kommt mit “Alive Again” ein weiteres Album aus der Konzept-Saga von NIGHTINGALE als Re-Issue raus. Ursprünglich wurde das Werk am 28. Januar 2003 veröffentlicht und gehört zur Story um den Shadowman. Die Alben “The Breathing Shadow” (1995), “The Closing Chronicles” (1996) und “I” (2000) gehören zu dieser Erzählung. Das Line-up der Nachtigallen besteht aus Tom Nouga (Guitars, Keyboards, Backing Vocals), Dan Swanö (Vocals), Guitars, Keyboards, Songwriting, Lyrics), Erik Oskarsson (Bass, Backing Vocals) und Tom Björn (Drums). “Alive Again” brachte damals auch einen Wechsel des Musikstils von NIGHTINGALE mit sich, die von ihrem Gothic Rock zu AOR, Prog und Hard Rock wechselten – und auch hier eine sehr gute Figur machten.
In den folgenden Varianten wird “Alive Again” veröffentlicht:
– Ltd. Deluxe 2CD Jewelcase in O-Card (Incl. 4 additional songs and 16-track bonus disc. CD 1: 71:30, CD 2: 72:49)
– Black LP (180g, unlimited)
– Ltd. white LP (180g vinyl, limited to 300x copies)
– Digital Album / Remaster 2024
Uns liegt die digitale Edition vor, die das 2024 remasterte Werk umfasst und obendrein noch vier Bonustracks enthält. Das Album startet mit dem ruhigen ‘Recollections’, den Hinweis auf “Remaster 2024” hinter jedem Song spare ich mir, denn um nichts anderes handelt es sich bei dieser digitalen Veröffentlichung von “Alive Again”. Mit ‘Shadowman’ werden NIGHTINGALE schneller, erzählen die Geschichte des Shadowman weiter und noch im Stil ihrer vorherigen Platten. Mit dem eben gehörten Song und ‘The Glory Days’ haben wir schon zwei Songs gehört, die mit zu den besten auf “Alive Again” gehören, der Zauber den die Stimme des Dan Swanö umgibt, wird allerdings durchgehend zu hören sein und fasziniert heute noch genauso wie damals. ‘Falling’ hat poppige Vibes und kommt ein wenig düster aus den Boxen, während NIGHTINGALE in ‘Into the Light’ groovy zu Werke gehen – dafür sorgt auch die Orgel, die man hier nicht zum letzten Mal hört. Die epische Übernummer auf “Alive Again” ist sicher ‘Eternal’ mit seinen 11:21 Minuten, die man als Bonustrack auch nochmal in diese Edition gepackt hat – hier aber mit “nur” mit 9:42 Minuten und als Demo aus dem Jahr 2002. In ‘State of Shock’ kehren wir wieder in den durchschnittlichen Bereich der Dauer eines Songs zurück und dürfen knackig-tanzbaren Rock und klasse Gitarren hören. Deutlich symphonischer wird es in ‘The One’, im Anschluss sind ‘Shadowland Serenade’ und ‘Forever and Never’ die letzten Songs vom regulären Album, aber nicht das Ende der digitalen Ausgabe, denn die enthält ‘World Down Under’, ‘I Can Fly’, das bereits angesprochene ‘Eternal’ und ‘Shadowland Serenade’ als Demoversionen, die ein super Schmankerl für alle sind, die vom atmosphärischen Mix aus AOR, Prog und Hard Rock nicht genug bekommen, den NIGHTINGALE auf “Alive Again” spielen.
Apropos nicht genug bekommen, wir haben natürlich auch in die zweite Song-Rutsche reingehört. Hier bekommt ihr nochmals 16 Lieder verteilt auf fast 73 Minuten Spielzeit – der schiere Wahnsinn. Mit der Demo ‘Fireheart’ (2002) gehts in bester Hard Rock Manier los, ‘The Blame’ ist ruhiger Synthie-Prog Rock mit poppigen Anteilen und könnte dazu einladen über das Tanzparkett zu schwofen. Der Demo-Part aus 2002 geht mit ‘Turning’ weiter, im weiteren Verlauf bekommt man noch die Demo zu ‘Shadowplay’ auf die Ohren und bringt somit insgesamt acht Demo-Tracks aus 2002 mit, zählt man alle zusammen. Sehr cool für Fans der Schweden ist die Tatsache, dass man die erste Demo zu ‘Eternal’ aus dem Jahr 2000 dazugepackt hat – schon enorm ist die Entwicklung von zunächst vier Minuten Spielzeit auf über elf Minuten in der finalen Version. Nach ‘I Can See the Darkness V1 (Demo 2001)’ steht ein alternativer Mix von ‘Falling’ (2002) an, der mir ein bisschen mehr zusagt als die Version auf dem Album, ‘State of Shock’ (Alt. Mix 2002) macht wiederum in beiden Varianten Spaß. ‘Shadowland Serenade (Live in Baarlo 2012)’ ist der erste von insgesamt sieben Livesongs. Es folgen ‘Eternal (Live in Krefeld 2005)’, ‘Shadowman (Live in Bengtsfors 2003)’ ‘The Glory Days (Live in Kilafors 2009)’, ‘Falling (Live in Nicosia 2003)’ ‘Forever and Never (Live in Martohell 2007)’ und ‘Ett Bländande Sken (Live in Finspång 1982)’. Ich finde es großartig, dass man diese Live-Nummern auch anbietet, so bekommen Fans, die bisher noch nie die Möglichkeit hatten, NIGHTINGALE -Songs live zu hören, auch die Möglichkeit, sich einen Eindruck der Lieder und deren Live-Energie zu machen. Last but not least gibts die Demo ‘Antarktis’ aus dem Jahr Demo 2000.
Der Umfang dieser Re-Issue ist einfach riesig. Mit zwei CDs, 180g Vinyl in verschiedenen Farben und digitalem Remaster bekommen NIGHTINGALE Fans die Vollbedienung in Sachen “Alive Again” und das zu einem bodenständigen Preis, betrachtet man sich diverse Kollektionen bei denen ein Album über 100 Euro kostet – zwar mit mehr SchnickSchnack drumherum, letztendlich zählt aber die Musik und die klingt super, zumindest was unsere Testausgabe angeht. Ich kann euch aber von einigen Listening Sessions meiner “Nightfall Overture” Vinyl berichten, die absolut großartig klingt und die gewohnte InsideOut Qualität bietet. Schlagt zu und besorgt euch euer Wunschformat, es lohnt sich.
Tobi Stahl vergibt keine Bewertung