MIKE TRAMP – TRAMTHOLOGY

MIKE TRAMP

Titel: TRAMTHOLOGY

Label: TARGET RECORDS

Spieldauer: 01:31:22 Minuten

Die größten Erfolge vom ehemaligen White Lion Posterboy Mike Tramp liegen bekanntermaßen schon eine ganze Weile zurück in den seligen 80ern. Nachdem sich die weißen Löwen Anfang der 90er auflösten, gründete er 1992 Freak of Nature. Doch auch hier war nach zwei recht ordentlichen, aber wenig erfolgreichen Alben, Feierabend. Es schloss sich eine mittlerweile 25 Jahre währende Solokarriere an, in der 11 Studioalben das Licht der Welt erblickten. Und so ganz nebenbei wird Mister Tramp am 14.01. dieses Jahres seinen 60. Geburtstag (was nichts daran ändert, dass er noch immer ein Leckerchen ist) feiern.

Zeit also, um im Rahmen eines Best-Of-Albums auf das eigene Schaffen zurückzublicken. Trampthology ist eine Retrospektive, die neben 16 Songs aus den bisher erschienen Alben auch vier neue Songs beinhaltet. Wer sich also einen Überblick verschaffen möchte, was der gute Mike im letzten viertel Jahrhundert musikalisch so auf die Beine gestellt hat, ist hier genau richtig.

Vom melodischen Hardrock der White Lion Phase ist nahezu nichts mehr zu hören. Tramp ist zumeist in der Singer / Songwriter Ecke zu finden, wobei er mal mehr, mal weniger Countrysounds in die Songs einfließen lässt. Tom Petty lässt hier nicht selten Grüßen. Hin und wieder schimmern auch Bands wie Soul Asylum oder Stanfour durch. Es dominieren also in erste Linie die ruhigen bzw. sanften Töne. Rockigere Songs spielen eine eher untergeordnete Rolle, aber es gibt sie (If I Live Tomorrow, More To Life Than This). Und dann ist da doch noch dieser eine Song, der Song, den ich mir auch gut auf einem Album von White Lion hätte vorstellen können – Lay Down My Life For You. Herrlich!

Zusammenfassend sei also gesagt, dass Trampthology eine sehr gute Zusammenfassung der Solokarriere von Mike Tramp darstellt. Wer den Dänen, wie ich, über die Jahre ein wenig aus den Augen verloren hat, kann sich hier einen repräsentativen Überblick über die letzten 25 Jahre verschaffen. Musikalisch ist mir das Ganze am Stück zwar etwas zu eintönig, aber das ist, wie eigentlich immer, Geschmackssache.

Melanie Rupp vergibt keine Bewertung