KROMHEIM – JOURNEY TO DIVINITY

KROMHEIM

Titel: JOURNEY TO DIVINITY

Label: EIGENPRODUKTION

Spieldauer: 39:10 Minuten

VÖ: 17. Februar 2023

Aus Englands Hauptstadt kommen die Jungs von KROMHEIM. Ursprünglich war KROMHEIM ein Soloprojekt, das 2020 in Polens Hauptstadt Warschau gegründet wurde. Mittlerweile ist es ein Trio bestehend aus Mikołaj Popławski (Guitars, Vocals), Duncan Arkley (Bass) und Sot (Guitars). Aus dem Trio soll in naher Zukunft ein Quartett werden, da der Band ein Schlagzeuger fehlt. KROMHEIM werden beeinflusst durch Dark Tranquillity, Hypocrisy, Insomnium und hauptsächlich durch die Viking-Metaller von Amon Amarth, was auch zu ihrem lyrischen Themengebiet passt, dass die nordische Wikingerkultur als Grundlage hat. Nach ihrer selbstbetitelten 4-Track EP “Kromheim” aus dem Jahr 2020 veröffentlichen sie am 17. Februar ihren ersten Langspieler “Journey To Divinity”, der digital und auch auf CD erscheint (auf 100 Stück limitiert). Die EP und CD könnt ihr auf Bandcamp unter https://kromheim.bandcamp.com/ ordern.

Mikołaj Popławski war fürs Songwriting und die Aufnahmen von Gitarren, Gesang und Synths verantwortlich, während Mix und Mastering von Tim bei Modern Nihilism Recordings gemacht wurden. Das Schlagzeug wurde von Krzysztof Klingbein aufgenommen und das schöne, stimmige Artwork kommt aus der Feder von Pantelis Politakos.

Ein tiefes Grollen samt sägenden Gitarren und deftigem Bass eröffnet die Debüt-Platte “Journey To Divinity”. Gleich der erste Song, ´War´, schlägt ein wie die Kriegsaxt des Berserkers im Kopf seines Gegners. Der kraftvolle Stil setzt sich auch bei ´The Landing´ fort, ´World Reborn´ kommt ein bisschen langsamer und effektvoller um die Ecke, dafür gibt’s bei ´Sword And Soul´ wieder voll auf die Zwölf. Der Gesangsstil ist anfangs ungewohnt, denn häufig kommen die Lyrics ein bisschen verzögert beziehungsweise abgehackt rüber und das in jedem der acht Lieder. Ich finde die flüssig gesungenen Passagen richtig gut und denke, dass eine ausgeglichene Verteilung der  Gesangstechnik Vorteilhaft wäre, um die Songs dynamischer zu machen. Über ´1000 Lives´ gelangen wir zu ´Final Arrow´, dass mich zum Auftakt ein bisschen an Manowar erinnert – als die Jungs noch Biss hatten. “Fäuste hoch” und abgehen ist hier genauso das Motto wie bei ´Brothers In Arms (No More)´. Der letzte Song ´Journey To Divinity´ schlägt mit insgesamt acht Minuten ein und verbindet schnellen Death Metal mit ruhigen Passagen.

KROMHEIM veröffentlichen mit “Journey To Divinity” ein solides Debüt, das mir in musikalischer Hinsicht uneingeschränkt gefällt. Den angesprochene Gesangsstil, der die Dynamik ein bisschen bremst, könnte man ja Mal bei den Proben dynamischer gestalten und testen, ob die Atmosphäre gehoben und der Text explosiver wird. Denn die Passagen, die flüssig(er) gesungen werden, machen richtig Bock und die feier ich kräftig. Genrefans sollten sich “Journey To Divinity” unbedingt anhören und auch die EP der Jungs ist zu empfehlen.

Tobi Stahl vergibt 7 von 10 Punkten