KING SATAN – BLACK MAGICK ABRAXAS

KING SATAN

Titel: BLACK MAGICK ABRAXAS

Label: BLOOD BLAST DISTRIBUTION

Spieldauer: 33:28 Minuten

VÖ: 06. November 2026

Ins Leben gerufen von Multi-Instrumentalist und Produzent King Aleister Satan sind die finnischen Industrial Metaller KING SATAN seit 2015 mit ihrem beinahe karnevalistischen Genre-Mix aus eingängigen Riffs, ansteckendem Groove ’n’ Roll, packenden Melodien gepaart mit Theatralik, Kitsch und Provokation unterwegs.

Der Extreme Metal Crossover verbindet elektronische Partymusik und Heavy Metal mit roher Rock’n’Roll Energie, was die Band selbst schon mal als „death metal disco“ bezeichnete und die Alternative, Industrial und Extreme Metal Mixtur dabei zwischen Avant-Garde und Shock Rock verortet.

Die Band geht furchtlos keiner Kontroverse aus dem Weg und kombiniert schwarzen Humor, Absurditäten und soziale Affronts mit esoterischen, psychologischen, mythologischen und philosophischen Themen.  Die dynamischen Liveshows sind vor allem durch die eloquenten vokalistischen „Beauty and the Beast“ Dialoge und Duelle zwischen dem Mastermind und Keyboarderin/Sängerin Hekate ”Kate” Boss geprägt.

Die Band stellt ihren Langdreher “Black Magick Abraxas“ mit neun neuen Tracks zwischen Klamauk und Wahnsinn vor. Dabei machen Songs wie der Opener `Black Magick Rock ‚N ‚ Roll´, eine Kollaboration mit der finnischen Blues Rock Virtuosin und Gitarristin Erja Lyytinen oder die Vorabsingle `Abraxas Rising´, passenderweise in Kooperation mit Saku Solin a.k.a. Shag-U (Turmion Kätilöt, Fear of Domination, Stereo Terror) entstanden, durchaus Laune.

KING SATAN mischen Blast- mit Disco-Beats und machen einen Sound, der für Dancefloor und Moshpit gleichermaßen geeignet ist, was sicher nicht jedermanns und schon gar keine traditionelle Sache ist. Die Auskopplung ‚Light of Darkness’ bezeichnen sie als „industrial metal for the people who don’t like industrial metal“ und das ebenfalls vorab veröffentlichte `Fire in the Hole´ höre sich an wie das gemeinsame Kind von Rob Zombie und den südafrikanischen Rap Ravern DIE ANTWOORD.

In homöopathischen Dosen einzelner Stücke macht dieser Mix aus harten Riffs, stampfenden Beats, Eingängigkeit und elektronischen Elementen wirklich Spaß und animiert teilweise sogar die müden Knochen zur ein oder anderen mehr oder weniger eleganten (Tanz-)Bewegung. Doch nach allerspätestens zwanzig Minuten habe ich mich bei jedem Durchlauf sattgehört. Die ein oder andere der genannten Singles kann und wird es in einige fetzige Metal-Party-Mix Playlisten schaffen, aber in Albumlänge gibt es definitiv deutlich Erquicklicheres. Fans von Bands wie Turmion Kätilöt, Deathstars, Rob Zombie und Gothminister mit hoher Immunität gegen Übertreibung und Grenzüberschreitung dürfen trotzdem mal reinhören.

Michael Gaspar vergibt 6,5 von 10 Punkten