KERRY KING – FROM HELL I RISE (EXTENDED DELUXE EDITION)

KERRY KING

Titel: FROM HELL I RISE (EXTENDED DELUXE EDITION)

Label: Reigning Phönix Music

Spieldauer: 66:03 Minuten

VÖ: 19. Juni 2026

Hell yeah – das war mein erster Gedanke, als ich KERRY KINGs “From Hell I Rise” am 17. Mai 2024 zum ersten Mal rotieren ließ. Ein Hell fucking yeah! wäre nun also die Steigerung gewesen, hätte der SLAYER-Veteran einen Nachfolger seines geilen Debütalbums rausgehauen. Hat er (noch) nicht – stattdessen erscheint bei Reigning Phoenix Music eine EXTENDED DELUXE EDITION des Erstlings. Und zwar in verschiedenen Varianten sowie mit neuem Artwork, das meiner Meinung nach 666 % schicker aussieht als das Original.

Zur Auswahl stehen:

KERRY KING – “From Hell I Rise” EXTENDED SUPER DELUXE
(Earbook inkl. Splatter Vinyl, CD & Blu-ray)

KERRY KING – “From Hell I Rise” EXTENDED DELUXE EDITION
(Clear/Red/Black Splatter + Black Vinyl)

KERRY KING – “From Hell I Rise” EXTENDED DELUXE EDITION
(Diablo Red + Black Vinyl)

KERRY KING – “From Hell I Rise” EXTENDED DELUXE EDITION
– (CD

Wer bisher noch nicht bei der Erstauflage von “From Hell I Rise” zugeschlagen hat, findet außerdem weiterhin verschiedene Versionen und Vinylfarben des ursprünglichen Releases im Shop – Sammler dürfen sich also ausleben! 

Neben dem neuen Artwork von James Bousema gibt’s aber vor allem einen inhaltlichen Mehrwert: fünf bislang unveröffentlichte Demos, inklusive KERRY KINGs eigener Scratch Vocals – Aufnahmen, die laut King seit Jahren Teil seines kreativen Prozesses sind, bislang jedoch nie außerhalb des Studios zu hören waren. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann: Scratch Vocals sind vereinfacht gesagt vorläufige Gesangsaufnahmen, die während des Songwritings oder der Produktion als Orientierung dienen. Sie transportieren Melodie, Stimmung und Phrasierung eines Songs, ohne bereits die finale Perfektion einer Studioaufnahme erreichen zu müssen. Instrumentalisten und Produzenten nutzen solche Aufnahmen als Referenz, um Songs weiterzuentwickeln oder Arrangements auszuarbeiten. Genau diese rohen Einblicke in den Entstehungsprozess bekommen Fans hier erstmals zu hören – inklusive KERRY KING am Mikro, obwohl auf dem eigentlichen Album Mark Osegueda den Gesang übernimmt.

Für den restlichen Abriss verantwortlich zeichnen erneut KERRY KING an der Gitarre, Paul Bostaph am Schlagzeug, Kyle Sanders am Bass, Phil Demmel an der zweiten Gitarre sowie Mark Osegueda als Stimme des Albums. Ein Line-up also, das schon auf der ursprünglichen Version von “From Hell I Rise” mächtig Druck erzeugte. Die spannende Frage ist nun, welchen Mehrwert die zusätzlichen Demo-Versionen mit KERRY KINGs Gesangsspuren tatsächlich liefern – bis ihr das am 19. Juni 2026 endgültig beantwortet bekommt, müsst ihr erstmal mit diesem Review vorliebnehmen. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, auf die ursprüngliche Platte einzugehen – mir gefiel das Ding, wie eingangs erwähnt, besser als so manches SLAYER-Release. Wir steigen ein und hören uns an, was KERRY KINGs Stimme zu bieten hat – Feuer frei für die Demos mit Kings-Vocals:

‘Crucifixation’ war bereits auf dem Ursprungsalbum nicht ganz so mein Fav, das wird das Lied auch nicht mit anderen Vocals. Anders ist die Sachlage in ‘From Hell I Rise’, denn hier liegen deutlich die Wut, die Rage und das Gefühl von KING vor der Albumversion. Diese Aggression transportiert der Gitarrist erstklassig und ist auch eine ganze Ecke rauer als Mark Osegueda! ‘Two Fists’ und ‘Rage’ klingen ebenso kraftvoll und eindringlich wie die letzte Nummer ‘Trophies Of The Tyrant’ – KING macht hier einen guten Job als Frontbrüller und hinterlässt den Wermutstropfen, dass man hier doch das ganze Album mit seiner Stimme hätte dazupacken können, um es dann wirklich als Deluxe markieren zu können – so ist es ein Update des originalen Werkes mit coolen Bonustracks, kaufenswert für Sammler und Die-Hards. Punkt. Ende. Thrash.

Tobi Stahl vergibt keine Bewertung