JOEL HOEKSTRA´S 13 – FROM THE FADE

JOEL HOEKSTRA´S 13

Titel: FROM THE FADE

Label: FRONTIERS RECORDS

Spieldauer: 49:02 Minuten

VÖ: 27. Februar 2026

Joel Hoekstra (Whitesnake, Trans-Siberian Orchestra, Revolution Saints) legt bereits das vierte Studioalbum seines Soloprojekts JOEL HOEKSTRA´S 13 vor, welches den Titel “From The Fade” trägt.

Ein Großteil der Riffs, um die die zehn neuen Tracks gebaut wurden, entstanden während seiner Zeit als „Touraushilfe“ bei Accept, so dass sie gemäß Aussage ihres US-amerikanischen Urhebers einen Tick heavier ausfallen. Wie bei einem Gitarristen von Weltruhm also nicht anders zu erwarten, wird bei den Kompositionen genügend Freiraum für packende Leads, Instrumentalpassagen und Soli gelassen. Dagegen ist ja auch überhaupt nichts einzuwenden, wenn dabei so packende Songs wie `All I´d Do´ und die packende Vorabsingle `Lifeline´ zu Tage treten.

Während Hoekstra auch bereits drei rein instrumentale Soloplatten herausbrachte, glänzen die Scheiben von JOEL HOEKSTRA´S 13 mit dem variablen, modernen Gesang von Girish Pradhan (Girish and The Chronicles, The Nail) und bewegen sich ansonsten zwischen klassischem Hardrock, Melodic Rock und modernem Melodic Metal. Übrigens auch noch unterstützt durch großartige Backing Vocals von keinem Geringeren als Jeff Scott Soto.

Und instrumental wird der Protagonist von einem beeindruckenden Cast hochdekorierter Rockveteranen begleitet: Drummer Vinny Appice (Black Sabbath, Dio), Bassistenlegende Tony Franklin (The Firm, Blue Murder) sowie Keyboard-Magier Derek Sherinian (Dream Theater, Sons of Apollo), die beispielsweise beim facettenreichen `Misunderstood´ dann auch alle jeweils mal kurz zeigen dürfen, was sie draufhaben, was den Track zu einem der Highlights der Scheibe werden lässt.

Weitere musikalische Glanzlichter sind der Opener `You Can Give´ sowie der Ohrwurm `Free To Be´. Während das metallische `The Fall´ an Armored Saint erinnert, muss ich bei der Powerballade zumindest zu Beginn immer an den Song `Shallow´ aus dem „A Star Is Born“ Movie denken.

Insgesamt eine homogene, zeitgemäße, kurzweilige, gradlinige Rockscheibe mit kraftvollem, markantem Gesang, einer bestechenden Instrumentalfraktion und einem Hauptdarsteller, dem Songdienlichkeit und ein ausgewogenes Album hörbar wichtiger sind als selbstverliebte Gitarrensoli.

Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten