INNER SANCTUM – THE GREAT ODD ONES

INNER SANCTUM

Titel: THE GREAT ODD ONES

Label: EIGENPRESSUNG

Spieldauer: 48:43 Minuten

VÖ: 22. März 2024

Aus dem schönen Freiburg im Breisgau, dort wo sich der SC Freiburg gegen die Größen des Fußballs tapfer erwehrt und das seit Jahrzehnten, kommt die Todesblei Kapelle INNER SANCTUM, die ihre brutal geilen Riff-Attacken seit nunmehr 20 Jahren und drei Studioalben in die Ohren ihrer Fans ballern. Zum Bandjubiläum haben die Jungs um Sänger Nikolai “Kolai” Kahle, die Gitarristen Christian “Farms” Brand und Eric “Yoric” Tobian so wie Bassist Johannes “Joe” Ambs und Schlagzeuger Julian “Jay” Kleber eine neue Kerbe in ihre Diskographie geritzt, denn am 22. März erscheint “The Great Odd Ones” als Independent Release. Bestellen kann man die heiße Scheibe auf Bandcamp als CD und/oder digitalen Download. “The Great Odd Ones” ist ein Konzeptalbum das sich Meeresgöttern widmet und den Hörer in eine Erzählung einbindet, die vom erschreckenden Einfluss jener Götter auf unsere Welt handelt und wie die üblen Kreaturen unseren Geist verderben. Die Arbeit an “The Great Odd Ones” fand 2017 und zwischen 2020 bis 2022 statt. Gemischt und gemastert wurde die Scheibe von Christoph Brandes in den Iguana Studios.

Mit dem Opener ´Era Of The Idols´ und Song #2 ´Abgott Death Kult´ wurden bereits zwei Songs ausgekoppelt und unter anderem als Lyric Video auf Youtube gepostet. Zu ´Era Of The Idols´ schreiben INNER SANCTUM:

´Era Of The Idols´ ist nicht ohne Grund der Eröffnungstrack. Er gibt nicht nur das Tempo für dieses Album vor, sondern erzählt auch die Story der Anfänge der Geschichte der Great Odd Ones. Die Herrschaft des endlosen Meeres lauert auf die Menschheit. Qualvoll und doch verlockend für diejenigen, die mit den göttlichen Gräueltaten konfrontiert werden. Der Kontrast zwischen den stampfenden, fast marschartigen Gitarren während der Strophe und dem drohenden schweren Refrain unterstreicht diesen Kampf musikalisch.

´Abgott Death Kult´ war die erste Singleauskopplung und erinnerte mich damals stark an Cannibal Corpse Chefgrunzer. Auch für diesen Song gibt es ein paar informative Zeilen, die ich in meinen Artikel einfließen lassen möchte:

´Abgott Death Kult´, die erste Single und einer der eindringlichsten und unerbittlichsten Tracks des Albums, befasst sich mit der erschütternden Erzählung eines Selbstmordprozesses innerhalb einer Sekte, die sich den “Great Odd Ones” verschrieben hat. Der Song verbindet nahtlos schnelle Tempowechsel mit schnellen Melodic Death Metal Riffs und endet mit einem bittersüßen Outro. Das Thema ist von zwei eindringlichen Ereignissen inspiriert, die die Bandmitglieder beim Camping erlebten, Ereignisse, die in Absurditäten umgewandelt wurden, um mit der Überlieferung des Albums in Einklang zu stehen.

Ich hoffe, ihr habt euch die Videos reingezogen und den Kanal der Band abonniert, ganz nach dem Motto SUPPORT THE UNDERGROUND! Mit ´Juggernautic´, das neben den bisher gehörten Growls auch gefauchtes aus der Kehle von Sänger “Kolai” Kahle bietet, geht es böse weiter und für ´Nautopsy´ haben sich INNER SANCTUM Verstärkung in Person von Clara Held geholt. Clara ist natürlich auch im nautischen Thema zuhause, gehört sie ja zu den Piraten von THE PRIVATEER, die ebenfalls aus Freiburg kommen. Wild und brutal geht es in ´Mesurol´ zu, dass mit fetten Blastbeats und schreddernden Riffs eure Trommelfelle bearbeitet, ´Thalassophobia´ spielt mit den Ängsten des Menschen vor tiefem Wasser, egal ob man sich im Meer oder See befindet. Wie schon beim ersten Song, gibt es Spoken Words auch bevor ´Godfisher´ seine melodischen Todesvibes um eure Synapsen legt und euer Gehirnwasser vibrieren lässt. Eingefleischten Fans wird ´Battlements of Abomination´ schon auf der Tracklist als “bereits bekannt” aufgefallen sein, denn der Song stammt vom 2006er Output “Risen To Fall” – ist aber noch genauso brutal gut wie damals, versprochen! Das Finale kommt heftig aus den Boxen geballert und ist eines meiner Highlights auf der Platte. Ich bin ziemlich sicher, dass euch der Dampfhammer ´Those Who Never Sleep´ auch gefallen wird!

Acht Jahre nach “Metric Genesis” sind die Freiburger endlich wieder zurück und das sehr stimmungs -und eindrucksvoll. “The Great Odd Ones” ist ein sackstarker Underground Melo Death Abriss, der die raue Nordsee in seiner DNA hat – wer jemals einen Sturm an der Nordsee erlebt hat weiß, wovon ich rede. Die musikalischen Salven bringen dich ins Wanken, die Vocals hauen dich weg wie ein Orkan an der See. “The Great Odd Ones” ist kein laues Lüftchen für Death Metal Touristen oder Tretbootfahrer, sondern ein Sturm für erfahrene Genre-Seebären, Geschütz-Fregatten-Kapitäne und solche, die es mal werden möchten!

Tobi Stahl vergibt 8,5 von 10 Punkten