INDUCTION
Titel: LOVE KILLS!
Label: REIGNING PHOENIX MUSIC
Spieldauer: 41:07 Minuten
VÖ: 06. Februar 2026
Die deutsch-tschechischen Power Metaller INDUCTION haben sich in Windeseile einen Namen in der Szene gemacht. Angeführt von Gitarrist Tim Hansen präsentiert der Fünfer nun bereits sein Longplay-Drittwerk “Love Kills!“.
Im Kern steht nach wie vor schneller, europäischer Power Metal mit progressiven und symphonischen Tendenzen auf dem Plan, wenn man die zehn neuen Tracks betrachtet, die Hansen und der langjährige Bassist Dominik Gusch vervollständigt und verstärkt durch Sänger Gabriele Gozzi, Markus ‚Maks‘ Felber (Schlagzeug) und Justus Sahlman (Gitarre) auf ihren neuen Tonträger gebannt haben.
Stücke wie die jüngsten Singles `Beyond Horizons´, bei dem vor allem die Sabaton Schlagseite auffällt, sowie `Dark Temptation´ und der Opener `Virtual Insanity´ sind eingängig, hymnisch und melodisch, aber irgendwie ist mir das zu viel Synthiesoße und zu wenig „Blut, Schweiß und Tränen“, obwohl hier musikalisch grundsätzlich alles im mehr als grünen Bereich ist.
Gleiches gilt für den soliden Titelsong, die verzichtbare Zombie Chose `I am Evil´ und das austauschbare Duett `Strangers To Love´, bei dem auch die wie immer grandiosen Gastvocals von Clementine Delauney (Visions Of Atlantis) nichts mehr retten.
Doch es gibt sie, die musikalischen Lichtblicke, Songs, die in meinen Augen etwas Anderes, Besonderes transportieren und dem Hörer mehr Vergnügen bereiten, als der Rest des Albums. Als da wären der metallische Stampfer `Steel And Thunder´, das folkig angehauchte fünfeinhalbminütige Epos `The Veil Of Affection´ und das packende Finale `Empress´ mit seinen Chören und seinem rhyhtmischen Refrain.
Da auch der Rest der Kompositionen alles andere als schlecht ist, liefern INDUCTION mit dem allgemein als so wichtig erachteten Drittwerk immer noch ein mehr als brauchbares Power Metal Album, das ein wenig an mangelnder Eigenständigkeit, fehlenden künstlerischen Überraschungen und den genannten übrigen Schwachstellen krankt.
Michael Gaspar vergibt 7 von 10 Punkten


